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News von heute Mindestens 22 Menschen sterben bei Gebäude-Einsturz in Ghana

Eine Landkarte zeigt Ghana
Das Unglück hat sich in der Eastern Region ereignet, nördlich von Ghanas Hauptstadt Accra
© Google Maps
China droht USA nach Raketen-Deal mit Taiwan +++ Großbritannien und Japan unterzeichnen Freihandelsabkommen +++ Dubai weiht weltgrößten Brunnen ein +++ Offenbar Al-Kaida-Führungskämpfer in Syrien getötet +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Gebäude in Ghana stürzt ein – Mindestens 22 Tote

In Ghana sind bei dem Einsturz eines Gebäudes, das zum Teil als Kirche genutzt wurde, mindestens 22 Menschen gestorben. Zu dem Unglück sei es am Dienstag in Akyem Batabi in der Eastern Region des Landes gekommen, sagte am Freitag Richard Amo-Yartey von der nationalen Katastrophenschutzbehörde NADMO im Fernsehen. Das dreistöckige Gebäude sei unfertig gewesen und auch als Kirche genutzt worden. Wie viele Menschen sich zu der Zeit im Gebäude aufhielten, war demnach unklar. Rettungskräfte hätten nach dem Einsturz nach Überlebenden gesucht, acht Menschen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Unter den Todesopfern sei auch ein Baby.

Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. Im westafrikanischen Ghana und anderen afrikanischen Ländern kommt es immer wieder zum Einsturz von Gebäuden, oft weil sie nicht strukturell robust sind oder weil sie nicht gut erhalten werden.

+++ Alle Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 17.40 Uhr: EU-Parlament stimmt für Agrar-Kompromiss ++

Ungeachtet der Kritik von Umweltaktivisten und Naturschutzverbänden hat das Europaparlament seine Position zur geplanten milliardenschweren EU-Agrarreform verabschiedet. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte am Freitag einem Kompromiss zu, der Ergebnis mehrerer Abstimmungsrunden diese Woche war. Bereits am Mittwoch hatten sich die EU-Staaten auf eine Linie verständigt. Somit können beide Seiten in Kürze Verhandlungen miteinander über die Reform aufnehmen.

Die Entscheidung des Parlaments sieht vor, dass künftig 30 Prozent der Direktzahlungen für Öko-Regelungen reserviert werden. Allerdings falle das Parlament bei der Konditionalität und der Qualität der sogenannten Eco-Schemes noch hinter die Position der EU-Staaten zurück, befand der Naturschutzbund Deutschland. Die EU-Staaten hatten sich auf 20 Prozent Öko-Regelungen geeinigt. Dies sind Umweltmaßnahmen, die über die Pflicht-Anforderungen für Bauern hinausgehen. Erfüllt ein Landwirt sie, bekommt er zusätzliches Geld.

+++ 17.25 Uhr: Türkei und Griechenland sagen nach Nato-Gesprächen Übungen ab +++

Im Gasstreit zwischen den Nato-Partnern Griechenland und Türkei gibt es ein Signal der Entspannung. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg haben die beiden Länder am Freitag nach Beratungen im Kreis der Bündnispartner für die kommende Woche geplante Militärübungen abgesagt, um das Risiko militärischer Zwischenfälle im östlichen Mittelmeer zu verringern. Er begrüße die Entscheidung, sagte der Norweger nach einer Videokonferenz der Nato-Verteidigungsminister. Er hoffe, dass sie auch den Weg für die geplanten politische Verhandlungen ebnen könne.

Die nun abgesagten Übungen waren nach Angaben von Stoltenberg zu Nationalfeiertagen geplant gewesen. In der Türkei ist der 29. Oktober der Tag der Republik, in Griechenland wird einen Tag davor gefeiert, dass das Land am 28. Oktober 1940 "Nein" zu Benito Mussolinis Ultimatum sagte, den Einmarsch italienischer Truppen zuzulassen.

+++ 16.58 Uhr: Pakistan bleibt auf Beobachtungsliste für Terrorfinanzierung +++

Pakistan bleibt weiter auf einer Liste mit Ländern, die nicht genug gegen Terrorismusfinanzierung unternehmen. Das teilte die Financial Action Task Force (FATF), die internationale Arbeitsgruppe gegen Geldwäsche mit Sitz in Paris, am Freitag mit. Sie hatte das südasiatische Land 2018 auf die "graue" Beobachtungsliste gesetzt. Pakistan habe auch Fortschritte gemacht und 21 von 27 geplanten Maßnahmen zur Unterbindung von Geldflüssen zur Terrorfinanzierung und Geldwäsche erfüllt, teilte das Gremium mit.

Mehrere Länder hatten Pakistan in der Vergangenheit vorgeworfen, zu wenig im Kampf gegen Terrorismus und bewaffnete Gruppen zu tun. Auch Pakistan selbst litt unter massiver Gewalt durch extremistische Gruppen, die gegen den Staat agierten. Viele ihrer Mitglieder hatten davor in Afghanistan gekämpft oder waren vom Kampf der Mudschaheddin im Nachbarland inspiriert worden.

+++ 16.56 Uhr: Erdogan fordert Beteiligung an Friedensgesprächen für Berg-Karabach +++

Im Konflikt um die Region Berg-Karabach hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Beteiligung seines Landes an Friedensgesprächen gefordert. Aus Russland habe es zu diesem Vorschlag bisher keine negative Rückmeldung gegeben, sagte Erdogan. Armenien hingegen lehnt eine Vermittlerrolle der Türkei ab. Die Türkei steht im Konflikt um die Südkaukasusregion an der Seite Aserbaidschans. Armenien sieht Russland als Schutzmacht.

Das ist eine seltsame Position", sagte der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan am Freitag der russischen Nachrichtenagentur Interfax zu Erdogans Vorstoß. Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hatte zuvor eine Beteiligung der Türkei ins Gespräch gebracht. In dem Konflikt vermitteln Russland, Frankreich und die USA als sogenannte Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

+++ 16.35 Uhr: Deutscher in Thailand wegen Cannabisanbaus in Haft +++

Die Polizei in Thailand hat in der nördlichen Stadt Chiang Mai einen Deutschen wegen des Anbaus und Verkaufs von Marihuana festgenommen. Der Verdächtige befinde sich derzeit in einem Gefängnis der Stadt und riskiere bis zu fünf Jahren Haft, sagte Polizeisprecher Amornchai Trangwacharakul der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Medienberichten soll es sich um einen 29-Jährigen handeln, der als Muay-Thai-Boxtrainer in Deutschland gearbeitet hatte, bevor er Anfang des Jahres nach Thailand gezogen sei. Polizisten hätten in einem von dem Mann gemieteten Haus 13 Cannabispflanzen sowie einige Behälter mit getrocknetem Marihuana gefunden, die an Kunden geliefert werden sollten. Im Erdgeschoss des Hauses seien zudem Werkzeuge zum Anbau der Pflanzen, Erde und Dünger entdeckt worden.

Der Deutsche soll zunächst in Thailand als Boxer gearbeitet haben, dann aber wegen der Corona-Pandemie arbeitslos geworden sein. Laut Trangwacharakul sollen "vertrauliche Ermittlungen" zu der Festnahme geführt haben. Thailand hat extrem strenge Anti-Drogen-Gesetze. Bei schweren Vergehen droht sogar die Todesstrafe.

+++ 16.03 Uhr: Erdogan sieht Einigung auf Waffenruhe in Libyen skeptisch +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit Skepsis auf die Waffenstillstandsvereinbarung in Libyen reagiert. Es sei nicht sehr wahrscheinlich, dass die Einigung verlässlich sei, sagte Erdogan am Freitag in Istanbul. Seine Einschätzung begründete er unter anderem damit, dass das Übereinkommen nicht auf höchster Ebene, sondern durch Vertreter des libyschen Ministerpräsidenten Fajis al-Sarradsch und des Generals Chalifa Haftar getroffen wurde.

Die rivalisierenden Lager im Bürgerkrieg in Libyen haben sich am Freitag auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Militärvertreter al-Sarradschs und Haftars waren seit Montag in Genf, um politische Gespräche über die Zukunft Libyens vorzubereiten. Die Regierungstruppen wurden bislang von der Türkei unterstützt, ihr Gegner Haftar, wiederum von Ägypten, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland.

+++ 15.47 Uhr: MDR löst Deutsches Fernsehballett früher auf +++

Das Deutsche Fernsehballett soll bereits Ende 2020 aufgelöst werden, die ursprünglich vorgesehene Abschiedstournee im kommenden Jahr entfällt wegen der Corona-Pandemie. Das sagte Geschäftsführer Peter Wolf am Freitag in Leipzig vor der Aufzeichnung einer Show, mit der sich das Ensemble vom TV-Publikum verabschiedet. Sie soll am 31. Oktober im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zur besten Sendezeit ausgestrahlt werden.

Moderiert wird die Gala "Das Deutsche Fernsehballett - Die große Show zum Abschied" von Sänger und Moderator Ross Antony. Gäste sind unter anderem die Musiker David Garrett, Beatrice Egli und Michelle sowie das Fernsehballett-Urgestein Emöke Pöstenyi. Der Sender kündigte auch eine Überraschung an, ein Fernsehliebling werde zu erleben sein. "Und die Tänzerinnen und Tänzer werden noch einmal alles zeigen, was sie können", so Wolf.

+++ 15.46 Uhr: US-Gericht weist Berufung gegen Glyphosat-Urteil ab +++

Das höchste Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien hat einen Berufungsantrag des Bayer-Konzerns gegen ein erstes millionenschweres Glyphosat-Urteil abgelehnt. Wie aus aktuellen Gerichtsunterlagen hervorgeht, lehnten die Richter bereits am Mittwoch (Ortszeit) einen entsprechenden Antrag des Agrarchemie- und Pharmakonzerns aus Leverkusen ab. Dabei geht es um den ersten Fall mit dem Krebsopfer Dewayne Johnson.

"Wir sind enttäuscht von der Entscheidung des Gerichts [...] und werden unsere rechtlichen Optionen für eine weitere Überprüfung dieses Falls sondieren", teilte Bayer in einer Stellungnahme mit. Theoretisch könnte der Leverkusener Konzern versuchen, den Fall vor den obersten US-Gerichtshof "Supreme Court" zu bringen. Im Juli hatte ein Berufungsgericht in San Francisco den Schaden- und Strafschadenersatz, den ein Geschworenengericht Johnson im Jahr 2018 zugesprochen hatte, von ursprünglich 289 Millionen auf 20,5 Millionen Dollar (17,2 Mio Euro) gesenkt.

+++ 14.52 Uhr: CSU-Abgeordneter Michelbach kandidiert nicht mehr für Bundestag +++

Bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr muss die CSU ohne einen langjährigen Abgeordneten planen. Hans Michelbach, Obmann der Unionsfraktion im Finanzausschuss und stellvertretender CSU-Landesgruppenvorsitzender, teilte mit, er werde nicht wieder antreten. "Nach 27 Jahren im Bundestag und 22 Jahren Kommunalpolitik ist die Zeit gekommen, den Stab an Jüngere zu übergeben", sagte der 71-Jährige. 1994 war Michelbach in den Bundestag eingezogen und Mitglied des Finanzausschusses geworden. Seit 2002 vertritt er als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis Coburg. Zuletzt wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden im Wirecard-Untersuchungsausschuss gewählt.

+++ 14.45 Uhr: 27 Festnahmen nach Lehrermord in Frankreich +++

Nach dem brutalen Mord an einem Lehrer in Frankreich haben Sicherheitskräfte 27 Menschen wegen mutmaßlich illegaler Internetinhalte festgenommen. "Die Überwachung der sozialen Netzwerke und der Kampf gegen den Online-Hass werden verstärkt", kündigte Regierungschef Jean Castex am Freitag nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Paris an. Dazu solle es künftig auch schärfere Gesetze geben.

Der 47-jährige Lehrer Samuel Paty war vor einer Woche in einem Pariser Vorort den Ermittlern zufolge von einem 18-Jährigen getötet und dann enthauptet worden. Der mutmaßliche Terrorist mit russisch-tschetschenischen Wurzeln wurde später von Sicherheitskräften erschossen. Sein Motiv war nach bisherigen Erkenntnissen, dass Paty im Unterricht Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Zu den Verdächtigen, gegen die die Justiz ein Ermittlungsverfahren eröffnete, gehört ein Vater, der im Netz Stimmung gegen Paty gemacht hatte.

+++ 13.37 Uhr: Jetzt schon mehr US-Frühwähler als 2016 insgesamt +++

Elf Tage vor der Präsidentenwahl in den USA haben bereits mehr Wahlberechtigte von der Möglichkeit einer frühen Stimmabgabe Gebrauch gemacht als vor der Wahl 2016 insgesamt. Nach Daten des "U.S. Elections Project" des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida vom Freitag haben bereits mehr als 49,3 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben - das entspricht mehr als einem Drittel aller Stimmen bei der Wahl vor vier Jahren. Damals nutzten insgesamt gut 47 Millionen Bürger die Möglichkeit der frühen Stimmabgabe.

Bei der Wahl am 3. November tritt der republikanische US-Präsident Donald Trump gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden an. Außerdem werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und gut ein Drittel der Sitze im Senat vergeben. Nach den Daten des Projekts scheinen bislang erheblich mehr registrierte Demokraten als Republikaner ihre Stimme frühzeitig abgegeben zu haben. Die Registrierung bei einer Partei sagt nicht unbedingt etwas über das Stimmverhalten aus.

+++ 13.33 Uhr: Rekordbrände verdunkeln Himmel über Colorado +++

In Colorado wüten die größten Feuer in der Geschichte dieses US-Bundesstaats. Am Donnerstagabend (Ortszeit) hatte sich das sogenannte East Troublesome Fire im Norden Colorados auf einer Fläche von 688 Quadratkilometer ausgebreitet, wie die örtliche Zeitung "Denver Post" berichtete. Mehr als 400 Quadratkilometer Brandfläche seien allein in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hinzugekommen. Der Rocky-Mountain-Nationalpark wurde geschlossen, für große Teile davon wurden Evakuierungen angeordnet, wie es weiter hieß.

Fotos aus der Stadt Estes Park zeigten mitten am Tag einen nachtschwarzen Himmel. Es seien einige Häuser und Gebäude zerstört worden, über das genaue Ausmaß der Schäden könne aber derzeit noch keine Auskunft gegeben werden, hieß es nach Angaben des Sheriffs. Die Einsatzkräfte hätten das Feuer bis Donnerstagabend erst zu fünf Prozent unter Kontrolle bringen können.

+++ 13.30 Uhr: Tiersterben vor Kamtschatka hat laut Behörde natürliche Ursache +++

Das massenhafte Tiersterben vor der Küste der russischen Halbinsel Kamtschatka hat nach Behördenangaben natürliche Ursachen gehabt. Experten gingen derzeit davon aus, dass pflanzliches Plankton dafür verantwortlich sei, teilte das Ermittlungskomitee am Freitag in Moskau mit. Bei Schiffen und U-Booten der Marine, die in die Bucht vor der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski einliefen, seien keine Ölprodukte ausgetreten. "In den untersuchten Proben von Wasser, Boden und Meeresorganismen wurden keine Schwermetalle gefunden."

Umweltschützer befürchteten dagegen, dass staatliche Stellen die wahre Ursache für das Tiersterben geheim halten könnten. In Russland kommt es immer wieder zu größeren Umweltverschmutzungen. Die hohe Konzentration von Erdölprodukten an der Küste, wo Ende September Hunderte tote Meerestiere wie Seesterne, Fische, Kraken und Robben angespült wurden, sei nicht kritisch, teilte die Behörde zudem mit. Dies werde bereits seit 1970 beobachtet.

+++ 13.29 Uhr: Regierung von Guinea setzt Armee gegen Unruhen ein +++

Nach Unruhen in Folge der Präsidentenwahl in Guinea hat die Regierung die Armee eingesetzt. Dies teilte Innenminister Bouréma Condé am Donnerstagabend im Staatsfernsehen mit. Nach der Abstimmung am Sonntag war es in der Hauptstadt Conakry und anderen Orten zu Gewalt gekommen. Unterstützer der Opposition hatten der Regierung zufolge Barrikaden errichtet, Reifen verbrannt und Zivilisten angegriffen. Zudem kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Sicherheitsminister Damantang Albert Camara sprach von mindestens neun Todesopfern. Mehrere Familien, mit denen ein dpa-Reporter sprach, bezifferten die Zahl der Todesopfer auf rund 20.

Der Abstimmung vom Sonntag waren Monate der politischen Spannungen und gewalttätiger Proteste vorausgegangen. Nach einer umstrittenen Verfassungsänderung konnte sich der seit 2010 amtierende 82-jährige Alpha Condé um eine dritte Amtszeit bewerben; ihn forderte auch zum dritten Mal Oppositionsführer Cellou Dalein Diallo heraus. Nach der Wahl warf die Opposition der Regierungspartei Wahlfälschung vor und Diallo erklärte sich zum Sieger, allerdings hat die Wahlkommission die endgültigen offiziellen Ergebnisse noch nicht verkündet.

+++ 11.42 Uhr: UN-Beauftragte Williams: Waffenstillstand in Libyen beschlossen +++

Militärvertreter der rivalisierenden Lager in Libyen haben einen Waffenstillstand vereinbart. Das teilte die UN-Beauftragte Stephanie Williams in Genf mit.

+++ 11.21 Uhr: Bericht: Verfassungsschutz schätzt islamistisches Potenzial auf 28.000 Menschen +++

Das Bundesamt für Verfassungsschutz schätzt das islamistisch-terroristische Potenzial in Deutschland einem Bericht zufolge auf derzeit 2060 Personen. Insgesamt gehe die Kölner Behörde von bundesweit über 28.000 Islamisten aus, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die schreckliche Tat in Dresden zeigt, dass vom islamistischen Terrorismus nach wie vor eine große Gefahr in Deutschland ausgeht", sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang den Funke-Zeitungen.      In Dresden waren Anfang Oktober zwei Touristen mit einem Messer angegriffen worden; einer von ihnen starb. Tatverdächtig ist ein 20-jähriger Syrer, der als islamistischer Gefährder eingestuft ist. Haldenwang versicherte, die Sicherheitsbehörden bearbeiteten mit vereinten Kräften weiterhin zahlreiche Gefährdungssachverhalte und klärten die islamistische Szene konsequent auf. 

+++ 10.53 Uhr: Italiener bei Straßburg wegen 160 sexueller Übergriffe in Deutschland verhaftet +++

Die französische Polizei hat einen Italiener verhaftet, dem in Deutschland 160 Fälle von Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen vorgeworfen werden. Der 52-Jährige sei bereits vor einer Woche aufgrund eines von Deutschland beantragten europäischen Haftbefehls in der Nähe von Straßburg gefasst worden, teilte die Polizei am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Demnach soll er sich in den Jahren 2000 bis 2014 an den Kindern seiner Partnerinnen vergangen haben.

+++ 10.21 Uhr: Verfassungsgericht erklärt Paritätsgesetz in Brandenburg für nichtig +++

Das brandenburgische Verfassungsgericht hat das Paritätsgesetz in dem Bundesland gekippt. Das Gericht in Potsdam gab in seinem verkündeten Urteil einer Klage von AfD und NPD in großen Teilen statt. Die Klage der beiden Parteien richtete sich gegen das Gesetz der früheren rot-roten Landesregierung, das vorschrieb, dass die Kandidatenlisten der Parteien für Landtagswahlen abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt werden müssen. Das Urteil ist ein Rückschlag für entsprechende Bestrebungen auch in anderen Bundesländern und auf Bundesebene.   

AfD und NPD hatten gegen das Gesetz geklagt, mit dem SPD und Linke mit Unterstützung der Grünen für eine ausgewogene Besetzung des Landtags mit Menschen beiderlei Geschlechts sorgen wollten. Brandenburg war das erste Bundesland mit einem solchen Paritätsgesetz. Der Landtag stimmte im vergangenen Jahr mehrheitlich für das Gesetz, seit dem 30. Juni dieses Jahres ist es in Kraft. In mehreren Bundesländern wurde oder wird über eine Paritätsregelung diskutiert. Thüringen führte als zweites Land ein solches Gesetz ein. Dieses war vom dortigen Landesverfassungsgericht bereits im Juli gestoppt worden.

+++ 9.55 Uhr: Großbritannien und Japan unterzeichnen Handelsabkommen +++

Nach nur wenigen Monaten Verhandlungen haben Großbritannien und Japan ein Handelsabkommen unterzeichnet, das bereits am 1. Januar in Kraft treten soll. 99 Prozent der zwischen beiden Ländern gehandelten Güter und Dienstleistungen sollen damit künftig zollfrei bleiben. Nach britischen Angaben wird das Abkommen das Handelsvolumen um 15,2 Milliarden Pfund (16,5 Milliarden Euro) erhöhen. Großbritannien hatte am 31. Januar seinen Austritt aus der EU erklärt; die Übergangszeit dauert bis Ende Dezember. Mit Brüssel streitet London aktuell über das gemeinsame Austrittsabkommen.      Großbritannien hat bereits mit Südkorea, Chile, der Schweiz, Island und Norwegen vereinbart, die derzeitigen Bedingungen für den Handel nach dem Brexit beizubehalten. Ziel der konservativen Regierung in London ist es, noch vor Ende des Jahres ein Abkommen mit den USA zu unterzeichnen.

+++ 9.10 Uhr: Israelische Armee beschießt Hamas-Ziele nach Raketenangriff aus Gazastreifen +++

Als Reaktion auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Ziele der radikalislamischen Hamas attackiert. Israelische Kampfjets hätten in der Nacht zum Freitag eine "Waffenfabrik" sowie eine "unterirdische Infrastruktur" der Hamas angegriffen, erklärte die Armee. Die Hamas bestätigte einen Angriff im Süden des palästinensischen Gebiets sowie im Flüchtlingslager Nuseirat. Verletzte habe es nicht gegeben. Laut der israelischen Armee waren am Donnerstagabend zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet in der Nähe der Stadt Aschkelon abgefeuert worden. Verletzte habe es keine gegeben. Zuletzt hatte es am Dienstag Raketenangriffe aus dem Gazastreifen gegeben, nachdem die israelische Armee einen unterirdischen Tunnel von dem palästinensischen Gebiet nach Israel entdeckt hatte. 

+++ 8.16 Uhr: Gebäude der jüdischen Gemeinde in Halle beschmiert +++

In Halle ist in der Nacht zum Freitag ein Gebäude der jüdischen Gemeinde von bisher Unbekannten mit Graffiti beschmiert worden. Die Schriftzüge seien unleserlich gewesen. Die Polizei könne deshalb noch keine Angaben zu einem etwaigen antisemitischen Hintergrund machen, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt. Erst am Dienstag entdeckten Polizisten Schmierereien am jüdischen Denkmal in der Innenstadt von Halle. In diesem Fall wird ein antisemitischer Hintergrund nicht ausgeschlossen; der Staatsschutz ist in die Ermittlungen involviert.

Die Stadt in Sachsen-Anhalt war vor gut einem Jahr weltweit durch einen rechtsterroristischen Anschlag in die Schlagzeilen geraten. Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Täter Sprengsätze über die Mauer des Geländes der Synagoge geworfen und versucht, in das Gotteshaus einzudringen. Dort feierten mehr als 50 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Als das Eindringen misslang, erschoss er eine 40 Jahre alte Passantin, tötete beim Angriff auf einen nahe gelegenen Dönerimbiss einen 20-Jährigen und verletzte und traumatisierte zahlreiche weitere Menschen, ehe er nach rund eineinhalb Stunden gefasst wurde. Der 28 Jahre alte Deutsche Stephan B. hat die Tat eingeräumt, vor dem Oberlandesgericht Naumburg läuft gerade der Prozess gegen ihn.

+++ 7.22 Uhr: China droht USA nach Raketen-Deal mit Vergeltung +++

Wegen des geplanten Verkaufs von US-Raketen an Taiwan hat China mit Vergeltung gedroht. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung werde es eine "legitime und notwendige Antwort" auf diesen Rüstungsdeal geben, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Donnerstag in Peking. Das Geschäft schicke ein "sehr falsches Signal" an "separatistische" Kräfte in Taiwan und füge den Beziehungen zwischen den USA und China "schweren" Schaden zu. Die US-Regierung hatte in den vergangenen Tagen den Verkauf von Luft-Boden-Raketen an Taiwan im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar genehmigt. Diese würden Taipeh dabei helfen, "gegenwärtigen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen", erklärte das Außenministerium in Washington. Neben den 135 präzisionsgelenkten Marschflugkörpern sollen nach US-Angaben auch elf mobile leichte Raketenwerfer und sechs Systeme zur Luftaufklärung an Taiwan geliefert werden. 

+++ 7.02 Uhr: Olympischer Sportbund legt Hygienekonzept für Wettkämpfe vor +++

Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein nationales Hygiene-Rahmenkonzept für sichere Sportveranstaltungen in Zeiten anhaltender Pandemie vorgelegt. "Die Gesundheit der Sportler und der gesamten Gesellschaft hat weiterhin höchste Priorität", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Freitag laut einer Mitteilung. In Corona-Zeiten bedeute dies auch, dass durch ein verantwortungsvolles Sporttreiben und perfekt organisierte Sportveranstaltungen mit Hygienekonzepten ein wertvoller Beitrag geleistet und die Vielfalt des organisierten Sports in Deutschland geschützt werden könne. Das Konzept basiere auf den zehn "DOSB-Leitplanken" aus dem Frühjahr zum Wiedereinstieg in den Spiel-und Wettbewerbsbetrieb nach dem Lockdown. Das DOSB-Konzept sei von dem in Neuwied beheimateten Dienstleiter "Apa" entwickelt und einer Prüfung durch den TÜV Rheinland unterzogen worden, teilte die Dachorganisation mit.

+++ 6.29 Uhr: Deutschland fehlen hunderte Millionen für Naturschutzgebiete +++

In Deutschland klafft eine Finanzlücke von mehreren hundert Millionen Euro pro Jahr bei der staatlichen Finanzierung von Naturschutzgebieten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Die Differenz zwischen den zur Umsetzung entsprechender EU-Richtlinien notwendigen Beträgen und den tatsächlich bereitstehenden Mitteln beläuft sich demnach auf schätzungsweise 760 bis 980 Millionen Euro jährlich. "Die Bundesregierung geht von bis zu knapp einer Milliarde Euro fehlender Gelder für Naturschutzgebiete pro Jahr aus", sagte die Grünen-Naturschutzexpertin Steffi Lemke AFP. "Gesunde Natur ist eine Seltenheit geworden, das Arten-Aussterben beschleunigt sich. Dennoch ist die Finanzlücke im Bereich Naturschutz riesig."

+++ 6.03 Uhr: Glasfaser-Ausbau der Deutschen Bahn stockt +++

Bis zum weiteren Ausbau des Glasfasernetzes entlang von Bahnstrecken wird es noch einige Zeit dauern. "Die DB bereitet die Ausschreibung zum Ausbau des Glasfasernetzes vor", teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage mit. Der Vergabeprozess habe allerdings noch nicht begonnen. Entsprechend wurde in diesem Jahr noch kein einziger Glasfaser-Kilometer zugebaut. Nach wie vor sind demnach 18.500 Kilometer des rund 33.000 Kilometer langen Bahnnetzes mit Glasfaser ausgerüstet. Die Deutsche Bahn nutzt derzeit nur einen kleinen Teil des Glasfasernetzes entlang ihrer Strecken selbst. Doch der Eigenbedarf dürfte bald steigen. Schließlich will der Konzern bis 2035 sämtliche Stellwerke digital umgerüstet haben. 

+++ 5.28 Uhr: Parlamentswahl in Kirgistan abgesetzt +++ 

Im von einer schweren politischen Krise erschütterten Kirgistan ist die bislang für Dezember geplante Neuwahl des Parlaments abgesetzt worden. Das Parlament hob am Donnerstag eine Entscheidung der Wahlkommission auf, wonach der Urnengang am 20. Dezember stattfinden sollte, wie ein Parlamentssprecher der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Ein neues Datum wurde nicht festgelegt. In dem zentralasiatischen Land hatte es am 4. Oktober Parlamentswahlen gegeben, die jedoch von Betrugsvorwürfen überschattet waren. Die Wahlkommission hatte daraufhin die Wahlen für ungültig erklärt. Den neuen Termin hatte die Kommission erst am Mittwoch bekanntgeben. 

+++ 4.11 Uhr: Größter Brunnen der Welt in Dubai eingeweiht +++

Nach dem höchsten Wolkenkratzer hat die Metropole am arabischen Golf nun auch den größten Springbrunnen der Welt. Der 1335 Quadratmeter große "Palmenbrunnen" wurde am Donnerstagabend eingeweiht. Dazu gab es eine Show mit Wasserfontänen, Lichtspektakel und Musik. Die Besucher trugen wegen der Corona-Pandemie Atemschutzmasken und hatten auch andere Hygieneregeln zu beachten.      Das Guinness-Buch der Rekorde erklärte den Palmenbrunnen offiziell zum größten Bauwerk dieser Art auf dem Globus. Nach den Guinness-Angaben können die Düsen des Brunnens Fontänen von bis zu 105 Meter hochschießen lassen und ist der Brunnen mit mehr als 3000 LED-Lichtern ausgestattet.

+++ 3.21 Uhr: Deutsche Industrie warnt vor zweitem Lockdown +++

Angesichts der sprunghaft gestiegenen Coronavirus-Infektionszahlen hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eindringlich vor einem erneuten generellen Herunterfahren der deutschen Wirtschaft gewarnt. "Ein zweiter Lockdown wäre existenzgefährdend für zahlreiche Unternehmen in Deutschland", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Er forderte die Bundesregierung auf, "eine besonnene Herbststrategie" gegen die Pandemie "mit einem klugen Mix aus passgenauen Maßnahmen von Bund und Ländern" vorzulegen. Priorität müsse dabei die örtliche Verantwortung für die Eindämmungsmaßnahmen haben, forderte Kempf. Oberstes Ziel für die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer müsse bleiben, "Lockdowns zu verhindern, selbst wenn sie zeitlich befristet stattfinden sollten". Der Industriepräsident nannte es unnötig, "große Teile der Bevölkerung pauschal unter Quarantäne zu setzen". Stattdessen forderte er eine differenziertere Teststrategie und eine engmaschigere Nachverfolgung der Infektionsketten.

+++ 2.09 Uhr: Al-Kaida-Kämpfer bei US-Angriff in Syrien getötet +++ 

Die US-Streitkräfte haben bei einem Luftangriff im Nordwesten Syriens offenbar mehrere Führungsmitglieder des Extremistennetzwerks Al-Kaida getötet. Ein Treffen von Al-Kaida-Anführern nahe der Stadt Idlib sei angegriffen worden, erklärte am Donnerstag eine Sprecherin des für den Nahen Osten zuständigen Zentralkommandos der US-Armee. Nach ihren Worten gelang dabei "die Beseitigung" dieser Anführer. Die Fähigkeiten von Al-Kaida, Anschläge zu verüben, seien nach dem Angriff "beeinträchtigt". Angaben zur Zahl der Toten bei dem Angriff machte die US-Militärsprecherin nicht. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte jedoch mit, 14 Extremisten seien bei dem mit einer Drohne geführten Angriff getötet worden. Unter ihnen seien sechs Führungsfiguren.

+++ 0.53 Uhr: Slowakei verhängt Ausgangssperren +++

Wegen steigender Coronavirus-Infektionszahlen haben die Slowakei und Slowenien ihre Restriktionen des öffentlichen Lebens verschärft. In der Slowakei treten am Samstag landesweite Ausgangssperren in Kraft, wie Ministerpräsident Igor Matovic am Donnerstag ankündigte. In Slowenien müssen ab Samstag alle Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und nicht essenziellen Geschäfte für mindestens eine Woche schließen, wie Regierungschef Janez Jansa bekanntgab. In beiden EU-Staaten haben die Coronavirus-Infektionsraten zuletzt deutlich zugenommen. In der Slowakei wird deshalb eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt ab der Nacht zum Sonntag zwischen 01.00 Uhr und 05.00 Uhr, wie Matovic sagte. 

js / rw DPA AFP

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