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Ölpest im Golf von Mexiko: BP bekommt erste Rechnung von US-Regierung

Die US-Regierung hat dem Ölkonzern BP am Donnerstag eine erste Rechnung für die Hilfe staatlicher Stellen im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko präsentiert. Sie beläuft sich auf 69 Millionen Dollar. Es wird allerdings nicht die letzte Rechnung sein.

Die US-Regierung hat dem Energiekonzern BP wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine erste Rechnung über 69 Millionen Dollar (rund 55 Millionen Euro) ausgestellt. "Die Bundesregierung wird im Laufe des Tages ... eine Rechnung über bisher getätigte Ausgaben an BP schicken", sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Robert Gibbs, am Donnerstag. Damit sollten US-Steuerzahlern die Kosten erstattet werden, die durch die Bekämpfung der schlimmsten Ölpest der US-Geschichte im Golf von Mexiko entstanden seien. Die Regierung hat tausende Helfer eingestellt, die bei der Eindämmung des Ölteppichs helfen sollen.

Am 20. April war eine BP-Bohrinsel im Golf von Mexiko explodiert und zwei Tage später gesunken. Seither strömten mindestens 75 Millionen Liter Öl ins Meer und verschmutzen die Küsten von mehreren Bundesstaaten. Die Fischerei in Louisiana ist massiv betroffen, Experten zufolge droht der Ölteppich sich bis nach Florida auszudehnen, wo gerade die Reisesaison beginnt.

AFP/APN