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Aufregung in Südafrika Neue Mieter führen mit geschmacklosem Video durch Pistorius-Villa

In dieser Villa erschoss Oscar Pistorius seine Freundin Reeva Steenkamp
In dieser Villa erschoss Oscar Pistorius seine Freundin Reeva Steenkamp
© Andrea Ettwein/Reuters
Die Nachmieter von Oscar Pistorius haben offenbar kein Gespür dafür, was es bedeutet, in der Villa des verurteilten Ex-Sprintstars zu leben. Feixend und mit Dosenbier in der Hand führen die zwei Männer in einem Youtube-Video durch das Haus - und loben es als Partylocation.

Die Villa von Oscar Pistorius ist der Schauplatz eines blutigen Verbrechens: Hier erschoss der ehemalige Sprintstar im Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp. Seit seiner Verurteilung vor gut einem Jahr sitzt er im Gefängnis, das Haus im südafrikanischen Pretoria wird nun von zwei jungen Männern bewohnt. Mit einem geschmacklosen Video haben die Nachmieter es nun ebenfalls in die Schlagzeilen geschafft.

Wie örtliche Medien am Montag berichteten, zeigen die beiden südafrikanischen Geschäftsmänner David Scott und Kagiso Mokoape in dem YouTube-Video das Anwesen einschließlich der Toilette, in der die Tat passierte. Lässig halten die zwei Männer Bierdosen in der Hand, machen Witze - und loben das Haus als idealen Ort für Partys. 

"Scharfe Mädchen willkommen"

"Das ist ganz eindeutig ein Haus für Partys. Oscar hat es dafür gebaut", sagt der 33-jährige Scott in dem Video. "Scharfe Mädchen" seien willkommen. Sein zehn Jahre jüngerer Geschäftspartner Mokoape fügt hinzu, sie wollten in dem Haus nun jedes Wochenende feiern.

Ausführlich zeigen sie in dem Video auch das Badezimmer mit der separaten Toilette, in der Reeva Steenkamp getötet wurde. Dabei schildert Scott seine Sicht des Vorfalls, nach der Pistorius seine Freundin nach einem Streit erschossen hatte.

Berufungsprozess gegen Pistorius beginnt bald

 Der unterschenkelamputierte ehemalige Sprintstar beteuerte stets, seine Freundin für einen Einbrecher gehalten und sie in Panik erschossen zu haben. Im Oktober 2014 wurde er wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Im November muss Pistorius für einen Berufungsprozess erneut vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft will in zweiter Instanz eine Verurteilung wegen Mordes erreichen.

Die Anwältin von Pistorius' Angehörigen, Anneliese Burgess, bezeichnete das Video gegenüber der Zeitung "The Star" als "bizarr". Nach Angaben der Internetseite News24 entschuldigte sich David Scott inzwischen für den Auftritt. Das Video habe eine "total falsche Botschaft" vermittelt. Pistorius hatte die Villa verkauft, unter anderem, um die Rechtsanwaltskosten zahlen zu können. 

kis AFP

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