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Polen: Tote bei Großbrand in Obdachlosenheim

Bei einer Brandkatastrophe im polnischen Ort Kamien Pomorski hat es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Ein als Obdachlosenheim dienendes Hotel brannte bis auf die Grundmauern nieder. Insgesamt sollen sich 77 Personen in dem Gebäude befunden haben. Zeugen warfen der Feuerwehr vor, nicht die nötige Ausrüstung eingesetzt zu haben.

Bei einem Hotelbrand in Polen sind 21 Menschen ums Leben gekommen. 20 weitere Menschen wurden verletzt, wie die Nachrichtenagentur PAP am Montag meldete. Feuerwehrleute suchten in dem bis auf die Grundmauern niedergebrannten Gebäude nach weiteren Opfern. Das Hotel war zuletzt eine Unterkunft für Obdachlose.

Insgesamt sollen sich 77 Menschen in dem dreistöckigen Hotel in Kamien Pomorski im Nordwesten des Landes befunden haben. Unter den Opfern sei auch mindestens ein acht Monate altes Kind gewesen, heißt es.

"Ich rief noch: 'Spring!'"

Einige Überlebende konnten sich mit einem Sprung aus dem Fenster des dreistöckigen Gebäudes retten. Augenzeugen zufolge reichten die Rettungsleitern nur bis zum ersten Stock. "Ich rief meiner Schwester im zweiten Stock zu: 'Spring!' Aber sie sprang nicht. Dann war es zu spät“, sagte ein Zeuge dem Fernsehsender TVP.

Die Fernsehbilder zeigten, wie hohe Flammen aus den Fenstern des Hotels in den Nachthimmel schlugen. Das Haus sei "wie eine Fackel" niedergebrannt, berichteten Zeugen. Mehrere Einwohner des Ortes warfen der Feuerwehr vor, die Löschaktion ohne die nötige Ausrüstung durchgeführt zu haben. Ministerpräsident Donald Tusk eilte zum Ort der Brandkatastrophe, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Reuters/DPA/dho / DPA / Reuters
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