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Proteste wegen Cholera-Epidemie Dritter Haitianer stirbt bei UN-feindlichen Unruhen


Während die Cholera aus Haiti auch die USA erreicht hat, protestieren die Haitianer gegen nepalesische UN-Blauhelmsoldaten. Sie gelten als vermeintliche Verursacher der Seuche. Bei Protesten ist nun ein dritter Demonstrant getötet worden.

Bei den Protestaktionen wegen des Cholera-Ausbruchs auf Haiti ist am Mittwoch der dritte Demonstrant innerhalb weniger Tage getötet worden. Die Proteste hatten am Montag im Norden des Landes vor einem Stützpunkt nepalesischer UN-Blauhelmsoldaten begonnen, die von der Bevölkerung für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich gemacht werden. Gleichwohl hatten die Demonstrationen am Mittwoch insgesamt nachgelassen.

Die Gesundheitsbehörden im US-Staat Florida bestätigten unterdessen die Cholera-Erkrankung einer Frau, die zuvor Haiti besucht hatte. Dass die Krankheit sich nun innerhalb der USA ausbreiten könnte, hielten die Behörden aber für unwahrscheinlich.

Unterdessen hat die EU-Kommission hat die Regierungen der EU-Länder zu mehr Hilfe für das von einer Cholera-Epidemie heimgesuchte Haiti aufgefordert. Der Inselstaat habe nicht die grundlegenden Fähigkeiten, Mittel und Ausrüstung, um gegen die Krankheit zu kämpfen, teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Außerdem wüssten die Menschen in Haiti noch zu wenig über die Krankheit. Die EU-Staaten sollten unter anderem Betten, Medikamente und medizinische Kompetenz zur Verfügung stellen.

In Haiti seien bislang rund 1.100 Menschen der Cholera zum Opfer gefallen, teilte die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa mit. Mehr als 18.000 Infizierte mussten im Krankenhaus behandelt werden. "Dies ist ein sehr schwerer Moment für Haiti", sagte sie.

APN APN

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