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Beginn des Fastenmonats Eigener Gebetsteppich, nächtliche Ausgangssperren: Corona-Regeln schränken Ramadan erneut ein

Ein Mann betet während des Ramadans mit Corona-Schutzmaske
Auch dieses Jahr wird der Ramadan von der Corona-Pandemie geprägt. In zahlreichen Ländern verhindern notwendige Maßnahmen wie Ausgangssperren die Feierlichkeiten gläubiger Muslime.
© Yasin Ozturk / Anadolu Agency / Picture Alliance
Der Fastenmonat Ramadan hat weltweit begonnen. Jedoch finden die Feste und Feierlichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie erneut nur eingeschränkt statt. Dies gilt allerdings nicht überall.

Auf der ganzen Welt findet aktuell der Fastenmonat Ramadan statt. Wie in allen Lebensbereichen schränkt die Corona-Pandemie jedoch auch diese Festlichkeiten zum zweiten Mal erheblich ein. Der Beginn des Ramadans richtet sich, wie auch der islamische Kalender, nach dem Mond. Deswegen kann der offizielle Start je nach Zeitzone variieren. Mancher Orts findet der Ramadan erst ab Mittwoch statt.

Ramadan – das Fest des Fastenbrechens

Tagsüber, sprich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang verzichten Gläubige auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Bei Dunkelheit kommen sie dann üblicherweise zum Fastenbrechen, auch als Iftar bezeichnet, zusammen. Gemeinsam wird gebetet und gespeist. Die aktuellen Corona-Maßnahmen mit Ausgangssperren und notwendigen Einschränkungen verhindern dies nun. Und das nicht nur bei uns in Deutschland. Auch in Iran, Tunesien und Marokko gelten nächtliche Ausgangssperren.

Der Ramadan mitsamt seinen Feierlichkeiten findet mit starken Einschränkungen statt. Saudi-Arabien verbietet, genau wie Bangladesch, das Fastenbrechen und das Suhur, das Frühstück vor dem Morgengrauen, in Moscheen. Zudem ist ein Gebet von höchstens 30 Minuten innerhalb der Heiligstätten erlaubt. In Ägypten wird außerdem ein eigener Gebetsteppich verlangt.

Aufgrund eines extremen Hochs der Fallzahlen müssen Restaurants und Cafés in der Türkei geschlossen bleiben. Treffen in großen Gruppen, wie es beim Ramadan üblich ist, werden ebenfalls untersagt. Sogar in Indonesien, dem Land mit der größten Anzahl an Muslimen, dürfen Gläubige zum Fest nicht in ihre Heimat zurückkehren.

Nicht alle Länder sind konsequent

Einige Länder haben zum Beginn des Ramadans jedoch keine Maßnahmen ergriffen. Pakistan und Afghanistan feiern das Fest, trotz extremen Anstieges der Neuinfektionen und überlasteter Krankenhäuser, wie gewohnt. Insgesamt sind die Einschränkungen weniger streng als im vergangenen Jahr, wobei Moscheen während des Ramadans komplett schließen mussten.

lstz dpa

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