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Russland: Über 100 Tote bei Airbus-Absturz

Bei der russischen Stadt Sotschi ist ein armenisches Passagierflugzeug ins Schwarze Meer gestürzt. Dabei sollen alle 112 Insassen, darunter fünf Kinder, ums Leben gekommen sein. Das Unglück geschah bei dem Versuch einer Notlandung.

Beim Absturz eines armenischen Passagierflugzeugs kurz vor der Landung im russischen Seebad Sotschi sind nach Behördenangaben alle Insassen ums Leben gekommen. "Nach vorläufigen Angaben sind alle Passagiere und Crewmitglieder an Bord tot", teilte das russische Zivilschutzministerium am Mittwoch in Moskau mit. An Bord des in der Nacht vor der russischen Schwarzmeerküste ins Meer gestürzten Airbus A-320 befanden sich 113 Menschen, darunter sechs Kinder und eine achtköpfige Crew. Wrackteile des Airbus A-320 wurden in Küstennähe entdeckt, erklärte der Sprecher des russischen Ministeriums für Notlagen, Viktor Beltsow. Bis zum Morgen wurden 25 Leichen geborgen.

Schwierige Wetterverhältnisse

Es hieß, dass Flugzeug sei abgestürzt, während es in schlechtem Wetter zum zweiten Mal eine Notlandung versuchte. Die Maschine der Fluggesellschaft Armavia kam aus Eriwan. Sie verschwand gegen 2.15 Uhr Ortszeit (0.15 Uhr MESZ) knapp sechs Kilometer vom Ufer entfernt von den Radarschirmen, wie Beltsow erklärte. Zum Unglückszeitpunkt herrschte schlechtes Wetter mit starkem Regen.

Die betroffene Fluggesellschaft geht von schwierigen Wetterverhältnissen als Unfallursache aus. "Offensichtlich ist das Flugzeug in einen Wirbelsturm geraten. Sonst hätte die Katastrophe nicht so plötzlich passieren können", sagte der stellvertretende Generaldirektor von Armavia, Aschcharbek Kalantar, der Nachrichtenagentur Itar-Tass in Eriwan. Wiedersprüchliche Angaben gibt es über die Anzahl von Passagieren: Die Zahl der Personen an Bord wurde am Mittwochmorgen mit insgesamt 113 angegeben. Die Fluggesellschaft sprach dagegen von 95 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern.

Schlechtes Wetter behindert Suche

An der Unglücksstelle vor der russischen Schwarzmeerküste breitete sich unterdessen eine riesige Öllache aus. Der abgestürzte Airbus liegt in 300 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Von der Absturzstelle, etwa fünf Kilometer vor der russischen Schwarzmeerküste, wurden bis zum Morgen 25 Leichen aus dem Wasser geborgen. Insgesamt 19 Schiffe mit Tauchern beteiligten sich vor Ort an der Suche nach Überlebenden.Allerdings behinderten strömender Regen, raue See und schlechte Sicht nach Medienberichten die Suche nach den Opfern.

AP/DPA/Reuters / AP / DPA / Reuters