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Man kennt sie schon: 86-Jährige wegen Graffiti-Sprühens festgenommen

Mit einem Graffito wollte Louise Schneider für eine Friedenskampagne in der Schweiz werben. Mit 86 Jahren griff sie selbst zur Spraydose und wurde anschließend festgenommen.

Die  Friedensaktivisten Louise Schneider aus der Schweiz griff mit 86 Jahren zur Spraydose

Die Friedensaktivisten Louise Schneider aus der Schweiz griff mit 86 Jahren zur Spraydose

Am Ende kam die Polizei: Die 86-jährige Louise Schneider wurde im schweizerischen Bern festgenommen, die Beamten halfen ihr freundlich über die hohe Einstiegskante in den Streifenwagen.

Der Grund für die ungewöhnliche Festnahme: Die in der Schweiz bekannte Friedensaktivistin hat eine Absperrwand in der Innenstadt von Bern in Seelenruhe mit Farbe besprüht - und zwar den Bauzaun am Gebäude der Schweizerischen Nationalbank. Unter dem Logo der Zentralbank prangte fortan in roter Schrift der Slogan "Geld für Waffen tötet" - bis der Reinigungstrupp kam.

In der Schweiz ist Schneider schon lange bekannt

Die Aktion hat einen seriösen Hintergrund: Schneider setzt sich für die Kampagne "Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten" ein, die von der "Gruppe für eine Schweiz ohne Armee" (GSoA) getragen wird. 

Unter den Augen von zahlreichen Fotografen und Kamerateams rührte die 86-Jährige so die Werbetrommel für die Initiative - auf eigene Faust, wie sie der Schweizer Zeitung "Der Bund" vor Ort sagte.

GSoA setzt sich unter anderem dafür ein, dass es der Nationalbank, aber auch Stiftungen und Pensionskassen, verboten wird, Anteile an Rüstungsherstellern zu erwerben oder diesen Kredite zu gewähren.

Ob es juristische Konsequenzen gibt, ist noch unklar

Schneider selbst ist Mitglied der Organisation und hat zeitlebens gegen jede Form von Gewalt gekämpft. Wenn GSoA innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre 100.000 Unterschriften für ihr Ziel sammelt, muss das Volk darüber abstimmen.

Für Schneider endete ihre Aktion vorerst auf der Polizeiwache, wo ihre Personalien festgestellt wurden, sie ist aber nach kurzer Zeit schon wieder freigelassen worden. Ob die 86-Jährige ernste Konsequenzen zu befürchten hat, steht noch nicht fest. "Wir werden den Fall juristisch überprüfen und dann entscheiden, ob Anzeige erstattet wird", sagte Nationalbank-Sprecher Walter Meier der Zeitung.

Spektakuläres Zeitraffer-Video: Die faszinierende Welt der Graffiti-Kunst


wue / DPA
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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