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Naturkatastrophe : Starkes Erdbeben erschüttert Afghanistan, Pakistan und Indien

Ein heftiges Beben der Stärke 7,5 erschüttert Afghanistan, Pakistan und Indien. Das Zentrum soll in 200 Kilometern Tiefe gelegen haben. Durch das Beben brachen teilweise die Handy-Netze zusammen.

Nach dem starken Beben stehen die Bewohner von Neu Delhi auf der Straße

Nach dem starken Beben warten die Menschen in Neu Delhi, Indien, auf der Straße. Die Schockwelle des Bebens in Afghanistan war auch hier noch zu spüren.

ist von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Das Geoforschungszentrum in Potsdam registrierte am Montag eine Stärke von 7,5, ebenso die US-Erdbebenwarte. Das Zentrum soll in 200 Kilometern Tiefe gelegen haben.  In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad fiel durch das Beben das Fernsehen aus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Im nordindischen Kaschmir brachen die Handy-Netze zusammen. Die Erschütterungen waren bis ins indische Neu Delhi und in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu zu spüren. 

Erst vor einem halben Jahr, am 25. April, hatte es ein großes Himalaya-Erdbeben der Stärke 7,8 gegeben, dessen Zentrum in Nepal lag. Damals starben rund 9000 Menschen. Das Zentrum des Bebens in Afghanistan lag rund 70 Kilometer südlich der Stadt Faisabad, wo die Bundeswehr bis 2012 ein Außenlager unterhielt. Die Region ist das Dreiländereck von Afghanistan, und Tadschikistan.

Beben mit der Stufe 7 haben oft katastrophale Folgen

Bei der Messung von wird die Stärke der Bodenbewegung angegeben (Magnitude). Weltweit treten jährlich etwa 50 000 Beben der Stärke 3 bis 4 auf. Etwa 800 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Großbeben hat den Wert 8. 

Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise unterschiedliche Auswirkungen haben. Meist gilt: Stärke 3: nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren. Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden. Stärke 6: mäßiges Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen. Stärke 7: starkes Beben, oft mit katastrophalen Folgen. 

eol / DPA