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Stimmen Sie ab: Ihre Meinung ist gefragt: Soll die Zeitumstellung abgeschafft werden?

Rund sechs Wochen hatten EU-Bürger Zeit, ihre Meinung zum regelmäßigen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abzugeben. Am Donnerstagabend endete die Umfrage. Wie lautet Ihre Meinung? Verraten Sie es uns.

Zeitumstellung

Soll in der EU weiterhin zweimal jährlich die Zeit umgestellt werden? Oder auf das Hin und Her zwischen Sommer- und Winterzeit verzichtet werden? Am Donnerstagabend um 23 Uhr deutscher Zeit (MESZ) endete eine EU-weite Bürger-Umfrage der EU-Kommission, die in den vergangenen Wochen auf riesiges Interesse gestoßen war und die Server immer wieder in die Knie gezwungen hat.

Wir würden gern Ihre Meinung erfahren: Sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden? Wie sind Ihre Erfahrungen damit? Wie wichtig ist Ihnen die Zeitumstellung überhaupt? Und, falls die Zeitumstellung wegfallen sollte, wie hätten Sie's denn gern: Sollte es bei der Winter- oder der Sommerzeit bleiben? Stimmen Sie ab.  

Was ist Ihre Meinung zu der Zeitumstellung?

Warum befasst sich die EU mit dem Thema?

Die EU-Kommission prüft derzeit Forderungen nach einer Abschaffung der umstrittenen Zeitumstellung. Dazu hatte das Europaparlament sie im Februar aufgefordert. Die Umfrage sei dabei allerdings nur ein Teil der Bewertung, sagte ein Sprecher über die nicht-repräsentative Befragung. "Es ist kein Referendum." Sollte die EU-Kommission zu dem Schluss kommen, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte, könnte sie einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorlegen. Dem müssten Europaparlament und EU-Staaten allerdings noch zustimmen.  

+++ Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen, warum die Zeitumstellung auf dem Prüfstand steht. +++

In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit 1980, seit 1996 dauert sie sogar sieben Monate im Jahr: Die Menschen stellen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Eigentlich soll das Tageslicht besser genutzt und dadurch Energie gespart werden. Der tatsächliche Nutzen ist jedoch höchst umstritten.

Zeitumstellung: Mit diesen fünf Eselsbrücken verschlafen Sie nicht mehr
fs / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?