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Festnahme: Pilot hatte geladene Waffe im Handgepäck

Ein Pilot der US-Billigfluggesellschaft Southwest Airlines ist vergangene Woche in St. Louis (Missouri) festgenommen worden, weil er eine geladene Waffe im Handgepäck dabei hatte. Für die Pistole besaß er keine Zulassung.

Waffe im Handgepäck

Beim Durchleuchten des Gepäcks fand das Personal eine Schusswaffe (Symbolbild) 

Ein Pilot der US-Fluglinie Southwest ist am vergangenen Mittwoch in St. Louis festgenommen worden, nachdem bei ihm eine geladene Schusswaffe im Handgepäck gefunden wurde, berichtete die "St. Louis Post-Dispatch".

Der 51-Jährige - dessen Name nicht genannt wird - sollte von St. Louis nach Las Vegas fliegen. Der Flug hatte 45 Minuten Verspätung, sagte Southwest Airlines-Sprecherin Melissa Ford. Es ist bislang unklar, warum der Pilot die scharfe Waffe bei sich trug - er hatte keinerlei Zulassung für die Pistole. 

Das Transportsicherheitsbehörde (TSA) sei morgens alarmiert worden, dass das Bodenpersonal beim Check-In die geladene Waffe entdeckt habe. Sie nahmen die 9-Millimeter-Waffe in Gewahrsam, die mit sieben Kugeln geladen war. Der Mann wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt. Ihm drohen bis zu 12.000 Dollar Strafe, schrieb die TSA in ihrem Bericht.

Im Kampf gegen den Terrorismus sind Waffen erlaubt

Seit September 2002 ist es in den USA grundsätzlich erlaubt, dass Piloten geladene Waffen mit ins Cockpit nehmen dürfen - allerdings nur mit einem entsprechenden absolvierten Training bei der TSA. Die Regelung ist als Folge der Terroranschläge am 11. September 2001 eingeführt worden.

Immer wieder werden Passagiere mit Waffen im Handgepäck festgehalten. Im letzten Jahr waren es laut Transportsicherheitsbehörde fast 3400 Schusswaffen, 83 Prozent davon geladen. Sprecher Mark Howell sagte der amerikanischen Zeitung, dass Passagiere beim Check-In "zu 99,9 Prozent sagen würden: 'Huch, ich hatte ganz vergessen, dass ich die Waffe dabei hatte.'" 

Amerikanisches Waffengesetz umstritten

Die lockeren Waffengesetz in den USA sorgen regelmäßig für Kontroversen. Kritiker fordern nach wiederkehrenden Attentaten und Amokläufen immer wieder eine Verschärfung. Dem entgegen steht der mächtige Lobby-Verband "National Rifle Association" (NRA). Die NRA vertritt die Interessen der Waffenliebhaber und beruft sich stets auf den zweiten Zusatzartikel der US-Verfassung, der eine entsprechende Einschränkung verbietet. 

dm
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?