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Stuttgart Autofahrer geht mit Schwert auf Polizei los und wird erschossen — Mutter des Angreifers muss ins Krankenhaus



Ein 32-jähriger Autofahrer ist in Stuttgart nach einem Verkehrsunfall von der Polizei erschossen worden. Der Mann habe im Stadtteil Vaihingen zwei Polizisten mit einem schwertähnlichen Gegenstand angegriffen, teilte die Polizei mit. Daraufhin hätten die Beamten auf ihn geschossen und ihn so schwer verletzt, dass er in der Nacht zu Samstag im Krankenhaus gestorben ist. Zuvor war der Mann den Angaben zufolge mit seinem Kleinwagen in falscher Richtung in einen Kreisverkehr gefahren und frontal gegen eine Litfaßsäule geprallt. Anschließend ist er mit einer Begleiterin von der Unfallstelle geflüchtet. Als die Polizisten ihn stellten und ansprachen, hat er die Beamten mit einer rund 70 Zentimeter langen Stichwaffe angegriffen. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland elf Menschen erschossen. 2017 wurden 14 Fälle von tödlichem "Schusswaffengebrauch gegen Personen" gezählt.
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Ein Autofahrer zückt nach einem Unfall ein Schwert. Polizisten schießen, um ihn zu stoppen. Der Mann stirbt später im Krankenhaus. Viel mehr sagen Ermittler zunächst nicht. Dem Ganzen ging eine gefährliche Fahrt und eine Unfallflucht voraus.

In Stuttgart haben Polizisten am frühen Samstagmorgen einen Autofahrer erschossen, nachdem dieser die Streife mit einem Schwert bedroht hatte. 

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten, soll der 32-Jährige einen Beamten und seine Kollegin am Unfallort plötzlich mit der Stichwaffe angegriffen haben, als diese ihn ansprachen. Weil der Angreifer nicht mit Pfefferspray gestoppt habe werden können, hätten beide Beamte geschossen. Der 32-Jährige starb kurz darauf in einem Krankenhaus an den Schussverletzungen.

Den Ermittlern zufolge war der 32-Jährige zuvor gegen 0.30 Uhr Zeugen aufgrund seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen. Danach fuhr er mit seinem silbernen Kleinwagen in falscher Richtung in einen Kreisverkehr, streifte Verkehrseinrichtungen und eine Gebäudewand und prallte schließlich frontal gegen eine Litfaßsäule. 

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht mit Blaulicht an einem Tatort in Stuttgart
Zeugen alarmierten die Polizei, nachdem ihnen der 32-Jährige zuvor aufgrund seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen war
© Christoph Schmidt / DPA

Unfallfahrer offenbar psychisch krank

Als die alarmierte Polizeistreife am Unfallort eintraf, machten sich der 32-Jährige und seine mutmaßliche Beifahrerin den Angaben zufolge zu Fuß davon. Bei der Ansprache durch die Streife habe der Mann diese unvermittelt mit einem schwertähnlichen Gegenstand mit einer 70 Zentimeter langen Klinge angegriffen, heißt es im Polizeibericht.

Ermittlungen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ergaben, dass der Mann offensichtlich unter dem Eindruck einer psychischen Erkrankung stand. Bei der Beifahrerin handelte es sich um seine 69-jährige Mutter, mit der zusammen er am Freitagabend vom gemeinsamen Wohnort in einer Gemeinde im Zollernalbkreis losgefahren war.

Bei der Frau wurden Verletzungen festgestellt, weshalb sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Woher die Verletzungen stammen, ist bislang noch unklar. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 32-Jährigen stellte die Polizei zwei Gaspistolen, eine Armbrust und ein weiteres Schwert sicher. Für den morgigen Sonntag ist eine Obduktion des Verstorbenen anberaumt.

Im vergangenen Jahr erschossen Polizisten in Deutschland elf Menschen. Im Jahr 2017 hatte die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster 14 Fälle von tödlichem "Schusswaffengebrauch gegen Personen" gezählt.

Quellen: DPA / Polizei Ludwigsburg

jek

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