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Taifun "Bilis": Schwerste Überschwemmung seit 100 Jahren

Der Taifun "Bilis" hat in vielen Provinzen Chinas Chaos und Zerstörung angerichtet, fast 200 Menschen das Leben gekostet. Er soll die schwersten Überschwemmungen seit 100 Jahren ausgelöst haben.

Mindestens 180 Menschen sind in China durch den Taifun "Bilis" und die Unwetter der vergangenen Tage ums Leben gekommen. Wie die staatlichen Medien am Montag mitteilten, werden noch 141 Menschen vermisst. Insgesamt sind etwa neun Millionen Menschen in vier Provinzen von den Auswirkungen des Taifuns betroffen. Dem chinesischen Fernsehen zufolge spüren sogar zwölf Millionen Einwohner in sechs Provinzen die Auswirkungen des Unwetters.

Am schlimmsten wüteten die Unwetter in der Provinz Hunan. Dort starben nach Fernsehberichten mindestens 92 Menschen. "Bilis" hatte dort mit sturzflutartigen Regenschauern weite Landstriche überschwemmt und Erdrutsche ausgelöst. Mindestens 14 Menschen kamen ums Leben, als ein Fluss eine Kohlenmine überschwemmte und Fördertürme mit sich riss.

Tote in Hunan und Fujian

Innerhalb von 30 Stunden waren in Hunan seit Freitagabend 450 Millimeter Regen auf den Quadratmeter gefallen. Mindestens 31.000 Wohnungen wurden zerstört. Etwa 50.000 Menschen waren durch die Fluten von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr als 100 Menschen sind dort noch vermisst.

In der südöstlichen Provinz Fujian, wo "Bilis" auf Land traf, starben 43 Menschen. 33 Menschen kamen in der Provinz Guandong, 10 Menschen in der Region von Guangxi ums Leben. Das Hochwasser unterbrach auch die Bahnstrecken zwischen der Provinzhauptstadt Guangzhou und Peking. Ein Teil der Autobahn, die Peking mit den Industriegebieten im Süden des Landes verbindet, stand bis zu drei Meter unter Wasser. In anderen Regionen waren die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen. Behördensprecher sagten der offiziellen Nachrichtenagentur Xinhua, die Überschwemmungen seien in dem Gebiet die schlimmsten seit 100 Jahren.

"Bilis" war über die Philippinen und Taiwan hinweggefegt, bevor er auf das chinesische Festland traf. Entgegen den Vorhersagen nahm der Wirbelsturm an Heftigkeit zu, als er die südostchinesischen Küstenprovinz Fujian erreichte. Auf den Philippinen kamen mindestens 14 Menschen, auf Taiwan mindestens 4 Menschen ums Leben.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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