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Tragödie auf der Loveparade: Pleitgen fühlt sich "moralisch mitverantwortlich"

Organisatorisch und finanziell hat Fritz Pleitgen nichts mit der Loveparade zu tun. Da der Massen-Rave in diesem Jahr jedoch als Projekt für die Kulturhauptstadt begangen wurde, fühlt sich der Cheforganisator der "Ruhr.2010" moralisch mitverantwortlich für die Tragödie.

Der Cheforganisator der Kulturhauptstadt "Ruhr.2010", Fritz Pleitgen, fühlt sich nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg mit in der Verantwortung. "Ganz klar fühle ich mich auch mitverantwortlich, aber eher im moralischen Sinne", sagte Pleitgen Samstagnacht im ZDF. Die Loveparade sei ein "erprobtes Format". "Es ist uns angeboten worden als Projekt für die Kulturhauptstadt. Wir haben das angenommen, aber wir sind weder finanziell noch organisatorisch beteiligt." Er trage aber "schwer" daran.

Die Loveparade galt im Vorfeld als eine der wichtigsten und größten Veranstaltung zur "Ruhr.2010" im Kulturhauptstadtjahr. Pleitgen betonte, er könne nicht sagen, wie es zu dem Drama gekommen sei. Das Kulturhauptstadt-Projekt sei "mittelbar beteiligt". Die Veranstaltungen würden nun aber nicht abgesagt. "Da wir nicht lauthals losfeiern, werden die Veranstaltungen weiter gehen. Wir werden uns immer erinnern, was hier geschehen ist."

Die Geschäftsführung der "Ruhr 2010" sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. "Wir sind schockiert. Was so fröhlich und friedlich begonnen hat, ist in einer Katastrophe geendet. Es macht uns zutiefst bestürzt, dass so viele junge Menschen ihr Leben verloren haben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen", hieß es auf der offiziellen Webseite.

DPA / DPA