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Tropenstürme in Mexiko: "Manuel" und "Ingrid" fordern 123 Todesopfer

Die beiden heftigen Tropenstürme in Mexiko haben mittlerweile 123 Menschen das Leben gekostet. Zudem entstanden in insgesamt 22 von 32 Bundesstaaten riesige Schäden.

Die Zahl der Opfer der Hurrikans "Ingrid" und "Manuel" in Mexiko ist auf mindestens 123 gestiegen. Allein im am stärksten betroffenen Bundesstaat Guerrero im Südwesten des Landes seien 95 Menschen ums Leben gekommen, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Montag. Über 100 weitere würden dort noch vermisst. Es handele sich lediglich um eine vorläufige Erhebung. Da es in großen Teilen Mexikos noch immer stark regne, könne die Opferzahl weiter steigen, sagte Osorio Chong.

Zuvor war von 110 Toten und 68 Vermissten die Rede gewesen. Bei sämtlichen Vermissten handelt es sich um Bewohner des Dorfs La Pintada im Bundesstaat Guerrero an der Pazifikküste. Dort hatte ein Erdrutsch die Hälfte der Häuser unter sich begraben. Am Montag wurden in dem Dorf fünf weitere Leichen entdeckt.

Die Tropenstürme "Manuel" und "Ingrid" hatten Mexiko tagelang fest im Griff gehabt und Überschwemmungen sowie Erdrutsche ausgelöst. Am Samstag lösten sich die Stürme auf. Insgesamt gab es in 22 von 32 Bundesstaaten Verwüstungen. Mindestens 1,5 Millionen Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Schwer getroffen wurde der Badeort Acapulco, wo über Tage 62.000 Touristen festsaßen.

jat/AFP/DPA / DPA