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Tschernobyl und Fukushima: Japans Regierungssprecher vergleicht und beschwichtigt

Anlässlich des 25. Jahrestags der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hat sich auch Japans Regierungssprecher Edano zu Wort gemeldet. Eine Vergleichbarkeit des Unglücks mit der aktuellen Fukushima-Krise lehnte er weiterhin ab.

Japans Regierungssprecher Yukio Edano hat sich angesichts des 25. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe erneut zum Unglück in Fukushima geäußert. Studien, die sich mit den möglichen gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe in der Ukraine beschäftigen, kämen allen Menschen zugute. Zur Erstellung von Regeln zur Evakuierung und zur Festlegung der Sperrzone rund um das havarierte AKW Fukushima seien diese Dinge "ein indirekter Faktor" gewesen, so Edano.

Die Krise in Japan unterscheide sich allerdings von Tschernobyl, ergänzte Edano. Nach Angaben des Regierungssprechers betrage die freigesetzte Radioaktivität ein Zehntel von dem, was in Tschernobyl 1986 in die Umwelt gelangte. Auch sei das mit Strahlung belastete Gebiet in Japan viel kleiner, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den Sprecher.

DPA / DPA