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Unwetter: Tornado wütet bei Karlsruhe

Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume: Ein Tornado hat in der Nähe von Karlsruhe größere Schäden angerichtet. Ein 38-jähriger Mann fiel bei anschließenden Aufräumarbeiten vom Dach seines Hauses.

Ein Tornado hat in Hambrücken bei Karlsruhe größere Schäden angerichtet. Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe am Sonntag mitteilte, wurden mehrere hundert Häuser beschädigt. Die genauen Schäden seien noch nicht absehbar, hieß es. Ein 38-jähriger Mann fiel bei anschließenden Aufräumarbeiten vom Dach seines Hauses. Laut Polizei wurde er mit einem offenen Beinbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Die Aufräumarbeiten auf den Straßen seien weitgehend abgeschlossen, erklärte die Polizei. Wegen der Gefahr umstürzender Bäume werde davor gewarnt, umliegende Wälder zu betreten. Die Forstbehörde werde ab Montag Sturmschäden im Wald beheben.

Gewitterfront fegte über Süddeutschland

Im unterfränkischen Karlstein wurde am Samstagabend eine Frau von einem Ast am Kopf getroffen und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. In Aschaffenburg wurde ein Festzelt weggeweht. Ein 35-Jähriger, der die Plane offensichtlich noch festhalten wollte, wurde dabei am Brustkorb verletzt. Zwischen Aschaffenburg und Miltenberg prallte ein Regionalzug trotz Notbremsung gegen einen umgestürzten Baum. Die etwa 100 Fahrgäste blieben unverletzt und konnten ihre Reise mit einem Ersatzzug fortsetzen. Im Spessart musste außerdem die Strecke Frankfurt-Würzburg bei Lohr für mehrere Stunden gesperrt werden. Dort ragten etliche Bäume in die Oberleitung, wie die Polizei mitteilte. Für Schäden sorgten die Gewitter auch in Oberbayern. Mit dem Schrecken kamen Besucher einer Gaststätte in Seefeld bei München davon: Das Gewitter beschädigte dort das Dach so stark, dass der Regen in die Gasträume prasselte. Verletzt wurde niemand. In der Nähe von Seefeld stürzten mehrere Bäume eine Straße. Dabei wurden laut Polizei in einem Auto zwei Menschen leicht verletzt.

Es bleibt warm

Der Hochsommer hält Deutschland in den nächsten Tagen weiterhin fest im Griff. Zwar bringen schwache Ausläufer eines Tiefs über Schottland ein paar Schauer und Gewitter. Doch für Abkühlung sorgen diese nicht: Bis zu 37 Grad heiß kann es nach Angaben der Meteorologen werden. "Die subtropische Hochdruckzone hat sich in diesem Sommer weit nach Norden ausgedehnt und beschert Deutschland auch in den kommenden Tagen mediterrane Verhältnisse", meint Michael Beisenherz vom Wetterdienst Meteomedia.

AP/DPA / AP / DPA