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Illinois, USA Zehnjährige bricht in zugefrorenem Teich ein – 31-jähriger Großvater stirbt bei Rettungsversuch

Zugefrorener Teich als Symbolfoto für Artikel über Eiseinbruch in den USA
Da die Eisdecke auf dem zugefrorenen Teich nicht dick genug war, brach das kleine Mädchen ein (Symbolfoto)
© Getty Images
In den USA ist ein Mann in einen Teich gesprungen, nachdem seine Enkeltochter dort eingebrochen war. Sein Partner versuchte noch, ihn zu retten. Doch für den 31-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Zwei Schwestern aus dem US-Bundesstaat wollten am Samstagmorgen die sechs Familienhunde spazieren führen. Die beiden acht und zehn Jahre alten Mädchen waren in der Nähe von Charleston unterwegs, als sich zwei Welpen plötzlich losmachten. Sofort rannte die Zehnjährige hinter ihnen her – geradewegs zu auf einen zugefrorenen Teich.

Doch das Eis war zu dünn und das Mädchen brach sofort ein. Da die Geschwister in Rufweite ihres Zuhauses waren, bekam ihr Großvater die Schreie der Mädchen mit. Wie Familienmitglieder dem Nachrichtensender NBC-News jetzt berichteten, sprang der Restaurantmanager sofort aus dem Bett, zog seine Sandalen an und rannte nach draußen zum Teich, wo er ebenfalls hineinfiel.

Mann versucht Ehepartner mit Hundeleine aus dem Eis zu ziehen

Seine Familie versuchte noch, dem 31-Jährigen eine lange Hundeleine zuzuwerfen, aber er konnte sie nicht erreichen. "Ich warf sie ihm zu und er sagte: 'Ich kann sie nicht mehr sehen, ich kann sie nicht sehen!' ", erzählt sein 47-jähriger Ehemann. Und weiter: "Ich sah, wie er unterging und ich konnte die beiden einfach nicht erreichen." Die beiden Mädchen sind die Töchter der ältesten Adoptivtochter des 47-Jährigen. Beide Männer sind zudem auch ihre Erziehungsberechtigten.

Die Familie wählte den Notruf. Taucher der Feuerwehr zogen das Mädchen und den Mann um kurz nach 8 Uhr aus dem eiskalten Wasser und brachten sie in ein Krankenhaus, wo der 31-Jährige kurz darauf verstarb. Das kleine Mädchen befindet sich nach Angaben von Behörden und Familienmitgliedern in einem kritischen Zustand. Einer der Hunde der Familie kam bei dem Einbruch ins Eis ebenfalls ums Leben.

Die Schwester des Hinterbliebenen hat eine Gofundme-Kampagne gestartet. "Es gibt keine Lebensversicherung und ich weiß, dass mein Bruder im Moment eine Sorge weniger braucht", schreibt sie dort. "Jeder Pfennig zählt und wir wissen das sehr zu schätzen." Mehr als 36.000 Dollar sind bislang zusammengekommen.

Über den Zustand ihrer Nichte schreibt sie, dass sie keine Gehirnaktivität hat, nur Krampfanfälle. "Ihr Herz und ihre Lunge arbeiten, aber wir beten für ein Wunder". Über den Retter des kleinen Mädchens schreibt sie auf Facebook: "Er liebte diese Mädchen mehr als Worte sagen können" und weiter: "Er starb als Held".

Quellen: Feuerwehr Lincoln, NBC, Facebook 

jek

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