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+++ Der Tag im Ticker +++: Schwere Störung im deutschen Vodafone-Netz

Störungen im Vodafone-Netz +++ ICE wegen Terrorgefahr gestoppt +++ Attentäter von Istanbul keine Türken +++ Palästinenser ersticht 13-Jährige +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

+++ 20.17 Uhr: US-Militär öffnet sich für Transgender +++

Transgender können künftig offen im US-Militär dienen, ohne Diskriminierung fürchten zu müssen. Das gab Verteidigungsminister Ashton Carter am Donnerstag in Washington bekannt. Als Transgender werden Menschen bezeichnet, die sich nicht - oder nicht nur - mit dem Geschlecht identifizieren, das bei ihrer Geburt notiert wurde. Bisher konnten sie aufgrund ihrer Identität vom Militär ausgeschlossen werden. Carter sagte, es dürfe keine Barrieren geben. "Wir reden über talentierte Amerikaner, die mit Auszeichnung dienen oder die Gelegenheit dazu bekommen wollen." Nichts dürfe sie davon abhalten.

+++ 19.31 Uhr: Störungen im Vodafone-Kabelnetz - Internet und Telefon betroffen +++

Beim Telefon- und Internetanbieter Vodafone gibt es in weiten Teilen Deutschlands eine Störung. "Es scheint ein größerer Ausfall im Kabelnetz zu sein", sagte ein Sprecherin.

"Derzeit kommt es in weiten Teilen von Deutschland zu Beeinträchtigungen der Kabel-Dienste Internet und Telefonie", teilte Vodafone in seinem Kunden-Forum mit. Der Außendienst sei informiert. Über Störungen auch beim Fernsehen, die einzelne Nutzer beklagt hatten, sei ihr nichts bekannt, sagte die Sprecherin.

Vodafone hatte den Kabelnetz-Betreiber Kabel Deutschland übernommen. Der Südwestdeutsche Rundfunk berichtete allerdings bei Twitter: "Betroffen sind teils auch TV und Handynetz".

+++ 18.56 Uhr: Zug in Niedersachsen wegen Terrorverdachts evakuiert +++

In Niedersachsen hat die Polizei wegen eines Terrorverdachts vorsorglich einen ICE stoppen und evakuieren lassen. Die Nachrichtenagentur DPA berichtet mit Bezug auf die Bundespolizei davon, dass ein Mann islamistische Parolen von sich gegeben haben soll. Ein Bahnsprecher hingegen sagte, der Mann habe laut Koranverse zitiert. Die Bundespolizei nahm ihn in Gewahrsam. Es habe sich aber dann kein Hinweis auf einen möglichen Terrorhintergrund ergeben. Der Zug sei gegen 15 Uhr am Bahnsteig bei Bückeburg gestoppt und evakuiert worden. Rund 400 Reisende mussten ihre Fahrt in zwei anderen Zügen fortsetzen.

+++ 18.28 Uhr: Istanbul-Attentäter waren Ausländer +++

Die Attentäter vom Atatürk-Flughafen in Istanbul stammen den türkischen Behörden zufolge aus Rekrutierungsgebieten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Kaukasus und in Zentralasien. Die Selbstmordattentäter seien ein Usbeke, ein Kirgise und ein russischer Staatsbürger gewesen, hieß es am Donnerstag aus türkischen Regierungskreisen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, der Russe stamme aus der Region Dagestan. Zwei Tage nach dem Terrorangriff kam es in Istanbul und Izmir zu zahlreichen Festnahmen.

+++ 17.29 Uhr: Entführter indischer Junge kehrt nach sechs Jahren zu Familie zurück +++

Sechs Jahre nach seiner Entführung ins Nachbarland Bangladesch ist ein indischer Junge zu seiner Familie zurückgekehrt. Nach Medieninformationen landete der zwölfjährige Sonu auf dem Flughafen der indischen Hauptstadt Neu Dehli, wo seine Eltern ihn in die Arme schlossen. "Ich habe meinen Sohn wieder und bin sehr glücklich", sagte der Vater des Jungen.

Offiziell wurden keine Einzelheiten zu der Entführung bekannt. Indische Medien berichteten aber, Sonu sei 2010 von einem Mieter im Haus der Eltern in Neu Dehli entführt und anschließend nach Bangladesch verschleppt worden. Der Junge sagte einer bengalischen Nachrichtenseite, dass er dort ausgebeutet und verkauft wurde. "Sie zwangen mich zum Arbeiten und schlugen mich", erklärte er. 

+++ 17.18 Uhr: Weißrussland streicht beim Rubel vier Nullen +++

Nach mehreren Jahren stark steigender Verbraucherpreise sieht Weißrussland Zeichen der Stabilisierung und streicht bei der Landeswährung Rubel vier Nullen. Die neuen Scheine im Wert von fünf, zehn, 20, 50, 100, 200 und 500 Rubel seien ab Freitag gültig, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Minsk mit. Diese Entscheidung diene dazu, "die Hyperinflation wie einen schlechten Traum zu vergessen", sagte Zentralbankchef Pawel Kallaur in einer Fernsehansprache.

+++ 17.10 Uhr: Missverständnis bei Übung führt zu Alarm auf US-Regierungsflughafen +++

Wegen eines Missverständnisses bei einer Übung ist der Regierungsflughafen Joint Base Andrews bei Washington kurzzeitig geschlossen worden. Der Flughafen berichtete auf Twitter, während eines Sicherheitstrainings für bewaffnete Zwischenfälle am Donnerstag um 9.00 Uhr (Ortszeit) habe es plötzlich Berichte über einen aktiven, echten Schützen gegeben. Der Sender MSNBC berichtete wenig später, ein Mitarbeiter, der von der Übung vermutlich nichts wusste, habe im dritten Stock aus dem Fenster einer medizinischen Einrichtung gesehen, auf der Straße einen vermeintlich Bewaffneten gesehen und Alarm geschlagen. 90 Minuten später verbreitete der Flughafen: "Alles geklärt. Der "Lockdown" ist aufgehoben."

+++ 17.08 Uhr: Putin: Nato will "wahnsinnigen" Rüstungswettlauf provozieren +++

Eine Woche vor dem Nato-Gipfel in Warschau beschuldigt der russische Präsident Wladimir Putin die westliche Militärallianz, Russland in einen "wahnsinnigen" Rüstungswettlauf hineinziehen zu wollen. Die Nato beabsichtige darüber hinaus, das seit dem Ende der Sowjetunion herrschende "militärische Gleichgewicht" außer Kraft zu setzen, sagte der Staatschef vor russischen Botschaftern in Moskau. Die "antirussische Orientierung" der Nato trete deutlich zutage. Moskau werde diesem "militaristischen Wahnsinn" nicht nachgeben, sagte Putin. Es scheine aber, dass die Nato gerade das im Sinn habe - nämlich einen "kostspieligen und perspektivlosen Rüstungswettlauf" zu provozieren, um Russland von seiner Hauptaufgabe der Wirtschaftsentwicklung abzulenken. Die Russische Föderation werde sich aber nicht als schwach erweisen und sich zu verteidigen wissen.

+++ 17.02 Uhr: Brüderpaar zwang Frau zur Prostitution - Hohe Haftstrafen +++

Schwerer Menschenhandel, ausbeuterische Zuhälterei, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung - dafür hat das Landgericht Fulda zwei rumänische Brüder zu langen Haftstrafen verurteilt. Der 24-jährige Angeklagte erhielt eine Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren, sein 29 Jahre alter Bruder bekam acht Jahre. Der Jüngere wurde härter bestraft, weil er das Opfer - eine damals 19 Jahre alte Rumänin - zudem dreimal vergewaltigt hatte.

Nach Auffassung des Gerichts lockten die beiden die Frau von einem Schulhof in ihr Auto und brachten sie nach Deutschland. Im Dezember 2013 sollen sie die 19-Jährige in Eisenach in Thüringen und im hessischen Bad Hersfeld zur Prostitution gezwungen, misshandelt und eingesperrt haben. Der jüngere Angeklagte vergewaltigte sie nach Überzeugung der Richter dreimal, der Ältere soll eine der Taten mit dem Handy gefilmt haben.

Vor Gericht stritten die Angeklagten die Taten ab und gaben an, die Frau habe alles freiwillig gemacht. Der Verteidiger des Hauptangeklagten kündigte bereits Revision an. In einem Zivilprozess will die junge Frau mindestens 30.000 Euro Schmerzensgeld einklagen.

+++ 15.37 Uhr: Gericht erklärt Kopftuchverbot für Jurareferendarinnen für unzulässig +++

Das Augsburger Verwaltungsgericht hat das in Bayern seit acht Jahren praktizierte Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen für unzulässig erklärt. Das Gericht gab  einer muslimischen Jura-Studentin recht, die seit 2014 im sogenannten Vorbereitungsdienst bei der Justiz ist und dabei die Auflage erhalten hatte, dass sie bei Auftritten mit Außenwirkung kein Kopftuch tragen dürfe (Aktenzeichen: Au 2 K 15.457).

Die 25 Jahre alte Studentin sieht sich diskriminiert und stigmatisiert. Deswegen hat sie mittlerweile auch eine Klage auf 2000 Euro Schmerzensgeld gegen den Freistaat eingereicht. Nach Ansicht der Verwaltungsrichter ist solch eine Amtshaftungsklage nicht grundsätzlich unbegründet.

Nach Angaben des Justizministeriums in München ist der Fall in Bayern einmalig, bislang habe es keine Klage gegen die Kopftuch-Auflage gegeben. Wegen des Rechtsstreits werde derzeit bei ähnlichen Fällen aber auf solche Vorgaben verzichtet.

+++ 13.40 Uhr: Lufthansa und Flugbegleiter einigen sich +++

Passagiere der Lufthansa müssen auf absehbare Zeit keine Streiks der Flugbegleiter mehr fürchten. Die Schlichtung zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft Ufo ist erfolgreich abgeschlossen worden, wie aus einer Erklärung der Gewerkschaft hervorgeht. Der Tarifkonflikt mit dem bislang härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa geht damit zu Ende. Über die Details der Vereinbarung wollen beide Seiten sowie der Schlichter Matthias Platzeck allerdings erst am Dienstag kommender Woche in Berlin berichten. Noch offen sind zudem die parallelen Tarifverhandlungen mit den Piloten.

+++ 13.38 Uhr: Razzia bei Google in Madrid wegen Verdachts auf Steuerbetrug +++

Wegen des Verdachts auf Steuerbetrug sind die Google-Büros in Madrid durchsucht worden. Das verlautet aus Ermittlerkreisen. Der US-Internetkonzern erklärt dazu, er halte sich an die Steuergesetzgebung in jedem Land, in dem er tätig sei und arbeite mit den spanischen Behörden zusammen. Erst vor einem Monat waren die Pariser Google-Büros wegen Verdachts auf Steuerbetrug durchsucht worden. Der französische Fiskus liegt seit Jahren mit dem Internetgiganten über Kreuz und verlangt offenbar eine Steuernachzahlung von 1,6 Milliarden Euro.

Großbritannien und Google einigten sich im Januar auf eine Steuernachzahlung in Höhe von umgerechnet 170 Millionen Euro. Der italienische Fiskus verlangt von Google Nachzahlungen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro.

Google und andere US-Internetriesen wie Amazon oder Facebook werden immer wieder Steuervermeidungspraktiken vorgeworfen. Sie wählen als Hauptsitz zum Beispiel Länder, in denen die Besteuerung sehr niedrig ist. So hat Google seinen Europasitz in Irland, wo Firmengewinne nur mit 12,5 Prozent besteuert werden. Die Konzerne beteuern, es handle sich um legale Methoden der Steueroptimierung. Behörden verdächtigen sie aber, über komplizierte Finanzströme ihre Gewinne in Ländern mit höheren Steuern künstlich kleinzurechnen.

+++ 12.36 Uhr: Miss Teen USA nicht mehr im Bikini +++

Künftig sollen die Teilnehmerinnen des Schönheitswettbewerbs Miss Teen USA nicht mehr im Bikini schaulaufen. Es sei "überholt", Mädchen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren dabei zuzusehen, wie sie knapp bekleidet über den Laufsteg gingen, erklären die Veranstalter. Bei der nächsten Wahl sollen die Kandidatinnen stattdessen Sportmode präsentieren.

In einer Gesellschaft, in der "Feminismus und Gleichberechtigung wichtiger werden" erscheine es weniger "ausbeuterisch", die Kandidatinnen Sportmode präsentieren zu lassen. Dadurch werde die körperliche Fitness der Kandidatinnen in den Vordergrund gestellt.

Die nächste Wahl zur Miss Teen USA findet am 30. Juli in Las Vegas statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Unternehmen Miss Universe, das bis zum vergangenen Jahr dem voraussichtlichen republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gehörte.

+++ 12.13 Uhr: Junger Mann schießt mit Luftdruckpistole auf Linienbus +++

Ein 18-Jähriger hat in Bonn mit einer Luftdruckpistole auf einen Linienbus geschossen. Er brachte durch den Schuss eine Seitenscheibe zum Splittern, wie die Polizei mitteilt. Demnach gab er an, der Schuss habe sich "versehentlich" von seiner geöffneten Balkontür aus gelöst. Den Schützen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

+++ 11.47 Uhr: Dänische Polizei nimmt Asylbewerbern erstmals Bargeld ab +++

Die dänische Polizei hat zum ersten Mal seit Einführung des umstrittenen "Schmuckgesetzes" Bargeld von Asylbewerbern beschlagnahmt. Kopenhagener Beamte nahmen fünf Iranern am Dienstagabend rund 80.000 Kronen (knapp 11.000 Euro) ab, wie die Reichspolizei berichtet. Die Gruppe aus zwei Männern und drei Frauen zwischen 26 und 35 Jahren hatte versucht, mit falschen Papieren nach Dänemark einzureisen. Das heftig kritisierte "Schmuckgesetz", nach dem Asylbewerbern wertvoller Schmuck und Bargeld im Wert von über 10.000 Kronen abgenommen werden darf, um ihren Aufenthalt mitzufinanzieren, war im Februar in Kraft getreten.

+++ 11.33 Uhr: Quarterback Andrew Luck bestbezahlter Footballer der NFL-Geschichte+++

Einen großen Titel hat Andrew Luck noch nicht gewonnen - dennoch ist der 26 Jahre alte Quarterback der Indianapolis Colts zum bestbezahlten American Footballer in der Geschichte der US-Profiliga NFL aufgestiegen, wie Colts-Besitzer Jim Irsay über Twitter verkündet. Zuvor hatten die Colts den Vertrag mit Luck um sechs Jahre verlängert und zahlen dem Spielmacher bis 2021 die Rekordsumme von insgesamt 140 Millionen Dollar (rund 126,3 Millionen Euro). Den bis dahin höchstdotierten Vertrag hatte 2013 Aaron Rodgers unterschrieben. Der Quarterback kassierte bei den Green Bay Packers für einen Fünfjahresvertrag 110 Millionen Dollar. Mit 23,3 Millionen Dollar pro Saison kassiert Luck 1,3 Millionen mehr. 

Luck wurde 2012 im NFL-Draft 2012 in Runde eins an erster Stelle von den Colts ausgewählt. Daraufhin war der langjährige Quarterback Peyton Manning entlassen worden. "Diesen Vertrag hat Andrew verdient, und es wird auch nicht sein letzter sein", so Irsay. "Ich habe ihn noch nie motivierter gesehen."

+++ 10.58 Uhr: Viele Tote bei Taliban-Anschlag in Kabul +++

Bei einem Anschlag der radikalislamischen Taliban auf einen Polizeikonvoi in der afghanischen Hauptstadt Kabul werden laut Medien viele Menschen getötet. Die BBC berichtet unter Berufung auf eine Polizeiquelle, es gebe bis zu 40 Tote. Andere melden, dass es nach der ersten Explosion eine zweite gegeben habe, nachdem Polizei und Rettungskräfte eingetroffen waren. Die Polizisten sollen laut einer Quelle Polizeiausbilder und Kadetten aus der Provinz Wardak gewesen sein. Die Taliban bekennen sich zu dem Anschlag per Kurznachrichtendienst Twitter und geben an, 27 Menschen getötet zu haben.

+++ 10.56 Uhr: TV-Zuschauer liefern Hinweise auf vermissten Fünfjährigen +++

Die undatierte Aufnahme zeigt den jetzt fünf Jahre alten Aref

Wurde der kleine Aref entführt? Die undatierte Aufnahme zeigt den jetzt fünf Jahre alten Jungen, der seit dem 04. April vermisst wird.

Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" sind mehrere Hinweise auf einen vermissten Jungen aus Nordhessen eingegangen. Ein Zuschauer will den fünfjährigen Aref aus Wanfried, der seit Anfang April verschwunden ist, zusammen mit einem älteren Mann in einem Café in Berlin gesehen haben, wie die Macher der Sendung berichten. Am Tag des Verschwindens von Aref sei in Wanfried mehrfach ein dunkler SUV mit Berliner Kennzeichen gesehen worden. Ein anderer Zuschauer will den Fahrer dieses Wagens erkannt haben, ein Phantombild sei erstellt worden.

Die Ermittler waren zunächst von einem Unglück ausgegangen. Aref war zuletzt am 4. April in Wanfried an Spielgeräten am Werraufer gesehen worden. Weil der kleine Junge ins Wasser gefallen und ertrunken sein könnte, war sogar der Wasserpegel in einem Teil des Flusses abgesenkt worden. Die groß angelegte Suchaktion blieb aber ohne Erfolg. "Wir ermitteln jetzt in alle Richtungen, es könnte durchaus sein, dass Aref einer Straftat zum Opfer gefallen ist oder entführt wurde", sagte Michael Jung von der Eschwege in der Sendung.

+++ 9.58 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2,614 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in ist im Juni um 50.000 auf 2,614 Millionen gesunken. Dies waren 97.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr, die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 5,9 Prozent, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilt. "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Die Arbeitslosigkeit ist erneut gesunken und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat kräftig zugenommen", erklärt BA-Chef Frank-Jürgen Weise. 

+++ 9.46 Uhr: Zahlreiche Tote bei Explosion von Minibus in Somalia +++

Bei der Explosion eines Kleinbusses nahe der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Der Bus sei durch die Bombe am Straßenrand völlig zerstört worden, sagte der Polizist Nur Hassan unter Berufung auf Augenzeugenzeugen. Tote hätten auf der Straße gelegen. Die Polizei konnte die Zahl der Opfer nicht nennen. Augenzeugen sprechen von mindestens 15 Toten.Die Bombe habe den Bus in zwei Teile zerrissen, erklärte der Augenzeuge Abdullahi Muse. Ihm zufolge hatten sich in dem Bus 22 Menschen befunden. Mindestens sieben Insassen seien verletzt worden.

+++ 9.12 Uhr: Neun Tote nach Feuer in Mumbai +++

Während eines Brandes im indischen Wirtschaftszentrum Mumbai (früher Bombay) sind neun Menschen gestorben, darunter fünf . Das bestätigte der lokale Polizeichef der Deutschen Presse-Agentur. Demnach brach das Feuer am frühen Donnerstagmorgen in einer Apotheke im Erdgeschoss eines Wohngebäudes aus. Alle Opfer gehören laut Polizei zu einer Familie, die in den zwei Stockwerken über der Apotheke wohnt und diese betreibt. Die Familie habe noch geschlafen, als das Feuer ausgebrochen sei. Ausgelöst habe es wahrscheinlich ein Kurzschluss in einer Klimaanlage.
Mumbai gehört laut der nationalen Katastrophenschutzbehörde Indiens zu den Städten mit der höchsten Feuergefahr im Land. Die hohe Bevölkerungsdichte und die enge Bebauung erschweren die Arbeit der Feuerwehr.

+++ 8.36 Uhr: In Deutschland kommen mehr Kinder zur Welt +++

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland fast 738.000 Kinder lebend geboren worden. Das waren 23.000 Neugeborene oder 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. 2014 waren in Deutschland 715.000 Kinder zur Welt gekommen. Zugleich stieg auch die Zahl der Sterbefälle um 6,5 Prozent. Im vergangenen Jahr starben demnach insgesamt gut 925.000 Menschen. Wie in allen Jahren seit 1972 starben damit mehr Menschen, als Kinder geboren wurden. 2015 lag die Differenz bei knapp 188.000. 

Insgesamt rund 400.000 Paare haben 2015 den Bund fürs Leben geschlossen. Das waren 14.000 beziehungsweise 3,6 Prozent mehr als 2014. Die Zahlen sind nur vorläufig, die endgültigen Ergebnisse liegen voraussichtlich im September vor.

+++ 8.32 Uhr: Australierin wegen Drogenschmuggels in Vietnam zum Tode verurteilt +++

Wegen Drogenschmuggels ist eine 73 Jahre alte Australierin in Vietnam Medienberichten zufolge zum Tode verurteilt worden. Die Frau mit vietnamesischen Wurzeln habe mehr als 1,5 Kilogramm Heroin in ihrem Gepäck gehabt, als sie im Dezember 2013 von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Australien fliegen wollte, berichtete die Zeitung "Tuoi Tre". Sie habe nicht gewusst, dass es sich um Rauschgift handelte, sagte sie nach diesen Angaben vor Gericht. Eine Frau habe sie gebeten, ein paar vermeintliche Seifenstücke nach Australien mitzunehmen.

+++ 8.15 Uhr: Facebook ändert Algorithmus: Freunde und Familie gehen vor +++

Eine Änderung der Regeln, nach denen Facebook Neuigkeiten für seine Nutzer sortiert, könnte dafür sorgen, dass Inhalte von Medienunternehmen weniger sichtbar werden. Künftig sollen Einträge von Freunden und Familie im Newsfeed der Mitglieder prominenter angezeigt werden, kündigte das weltgrößte Online-Netzwerk an. Viele Nutzer machten sich Sorgen, dass sie wichtige Neuigkeiten von für sie wichtigen Freunden verpassen, schrieb Facebook-Manager Lars Backstrom in einem Blog-Eintrag. Er räumte ein, dass die Änderung die Reichweite einiger Facebook-Seiten verringern dürfte. Der genaue Effekt hänge auch davon ab, wie oft deren Inhalte von Facebook-Nutzern miteinander geteilt würden. Geschehe dies oft, werde der Effekt geringer sein, betonte Backstrom. Damit drängt Facebook die Seiten-Betreiber dazu, mehr Inhalte zu posten, die Nutzer an ihre Freunde weiterleiten wollen. Das Netzwerk mit seinen mehr als 1,6 Milliarden Mitgliedern weltweit wird auch von Medien-Unternehmen immer mehr als Plattform für ihre Inhalte genutzt.

Facebook ändert seinen Algorithmus

Facebook will künftig Einträge von Freunden und Familien im Newsfeed bevorzugen

+++ 7.58 Uhr: Amazon kündigt zweiten "Prime Day" an +++

Der weltgrößte Online-Händler umwirbt die Kunden seines kostenpflichtigen Abo-Dienstes Prime auch in diesem Jahr einem eigenen Rabatt-Tag. Der zweite "Prime Day" sei für den 12. Juli angesetzt, kündigte der US-Konzern an. Bei der ersten Auflage vor rund einem Jahr waren weltweit mehr als 34 Millionen Artikel verkauft worden. Die Prime-Mitglieder sind ein wichtiger Faktor für das Amazon-Geschäft: Dank der kostenlosen schnellen Lieferung bestellen sie regelmäßiger. Zugleich sorgt das zum Teil für höhere Versandkosten bei dem Unternehmen.

+++ 7.52 Uhr: Rodrigo Duterte als neuer philippinischer Präsident vereidigt +++

Begleitet von großer Sorge über sein autoritäres Regierungsprogramm ist der neugewählte philippinische Präsident Rodrigo Duterte in sein Amt eingeführt worden. Nach Ablegen des Amtseids in der Hauptstadt Manila bat der 71-Jährige die Bürger um Unterstützung. "Kein politischer Führer - egal, wie stark er ist - kann wichtige Ziele erreichen, wenn er nicht die Unterstützung und die Kooperation des Volkes hat, das er führen soll", sagte Duterte. Duterte war zu der Präsidentschaftswahl am 9. Mai als politischer Außenseiter angetreten, hatte die Wahl aber mit dem Versprechen, einen gnadenlosen Feldzug gegen die Kriminalität zu führen, klar gewonnen. Gewählt wurde der langjährige Bürgermeister der Küstenstadt Davao auf der südlichen Insel Mindanao für eine Amtszeit von sechs Jahren. Er übernimmt das Präsidentenamt von Benigno Aquino. 

+++ 7.22 Uhr: Kim Jong Un übernimmt neues Spitzenamt in Nordkorea +++

Mit der Übernahme eines neu geschaffenen Spitzenpostens hat Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un seinen Machtanspruch ausgebaut. Die Oberste Volksversammlung in Pjöngjang wählte den 33-Jährigen einstimmig zum Vorsitzenden eines neu eingerichteten "Komitees für Staatsangelegenheiten", in dem künftig die Führung über Armee, Staat und Partei gebündelt wird, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Die Parteizeitung "Rodong Sinmun" erschien mit einem ganzseitigen Porträt Kims auf der Titelseite. Die Schlagzeile pries ihn als "Obersten Führer von Partei und Volk". Das neue "Komitee für Staatsangelegenheiten" tritt an die Stelle des "Nationalen Verteidigungskomitees", das bislang als oberste Regierungsbehörde in dem isolierten Staat galt. Letzteres war von Kims verstorbenem Vater und Vorgänger Kim Jong Il als politisches Entscheidungsorgan genutzt worden.

+++ 6.15 Uhr: Flugschreiber von Egyptair-Jet bestätigt Rauch an Bord +++

Vor dem Absturz der -Maschine über dem Mittelmeer am 19. Mai hat es Rauch an Bord gegeben. Die Auswertung des Datenschreibers habe bestätigt, dass sich auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte, teilte die ägyptische Untersuchungskommission mit. Somit stimmten die aufgezeichneten Daten der Blackbox überein mit früheren Funknachrichten. Wrackteile aus dem vorderen Bereich des Flugzeugs zeigten außerdem Zeichen von hohen Temperaturen und Ruß. Was den Rauch verursachte, ist aber weiter unklar. Die Experten hoffen, durch die weitere Auswertung des Daten- sowie des Stimmenrekorders die genaue Unglücksursache klären zu können.

Eine Maschine der Egyptair war am 19. Mai 2016 über dem Mittelmeer abgestürzt (Symbolbild)

Eine Maschine der Egyptair war am 19. Mai 2016 über dem Mittelmeer abgestürzt (Symbolbild)

+++ 6.03 Uhr: München ist Deutschlands Italiener-Hochburg +++

Insgesamt 596.127 Menschen mit italienischer Staatsbürgerschaft leben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland (Stand: 31.12.2015). Davon sind 349.991 männlich und 246.136 weiblich. Auf die Bundesländer verteilt haben sich die meisten Italiener in Baden-Württemberg (178.068), Nordrhein-Westfalen (135.921), Bayern (96.656) und Hessen (70.754) niedergelassen. Unter den Städten liegt München an der Spitze mit 25.620 italienischen Staatsbürgern. Köln (20.803), Berlin (16.938) und Frankfurt (15.041) sind ebenfalls beliebt. Eine große italienische Gemeinde gibt es zudem beispielsweise im saarländischen Kreis Saarlouis mit 18.889 Italienern.

+++ 5.05 Uhr: Oscar-Akademie nominiert Frauen und Angehörige von Minderheiten als Neumitglied +++ 

Die Oscar-Akademie in Hollywood hat auf die Kritik an der mangelnden Vielfalt in ihren Reihen reagiert. Am Mittwoch (Ortszeit) lud sie 683 Persönlichkeiten als Neumitglieder ein - 46 Prozent davon sind Frauen und 41 Prozent gehören ethnischen Minderheiten an, ein neuer Rekord. Die Mitglieder der prestigeträchtigen Organisation entscheiden jedes Jahr, wer mit den weltweit begehrtesten Filmpreisen geehrt wird. Der Akademie war mangelnde Sensibilität und Vielfalt vorgeworfen worden, nachdem sie für die diesjährigen Oscars zum zweiten Mal in Folge ausschließlich Schauspieler mit weißer Hautfarbe für die vier Schauspielkategorien nominiert hatte. Dieser Umstand führte zu Boykottaufrufen und wütenden Kommentaren in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #OscarsSoWhite.

+++ 4.38 Uhr: Seltene Weine im Millionenwert in Australien verschwunden +++

Hunderte oder sogar Tausende Flaschen seltenen Weins mit einem Gesamtwert von mehreren Millionen Euro sind in Australien verschwunden. Darunter sei eine Flasche aus dem Jahr 1951, die allein mehr als 25.000 Euro wert sein könnte, wie eine Polizeisprecherin in der Region Hunter nördlich von Sydney am Donnerstag sagte. Die seltenen Weine wurden von einer Firma für rund 300 Sammler gelagert. Die Firma ging 2013 in Konkurs. Die Flaschen wurden dem Insolvenzverwalter aber nicht übergeben und werden vermisst. Die Polizei ermittelt nun, ob die Flaschen gestohlen wurden. Sie schätzt den Wert auf mehr als fünf Millionen australische Dollar (3,4 Millionen Euro).

+++ 4.31 Uhr: Türkische Gemeinde fordert mehr Solidarität nach Anschlag in Türkei +++

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hat nach den Anschlägen von Istanbul mehr Solidarität der Europäer gefordert. Europa mache "zu oft den Fehler, dass es Terrorismus als zweitrangig betrachtet, wenn er nicht direkt vor der eigenen Tür geschieht", sagte Sofuoglu der "Rheinischen Post". Nötig sei nun "eine internationale Anti-Terror-Initiative, in der die Weltgemeinschaft gemeinsam den Terror bekämpft". Die Länder müssten aufhören, sich gegenseitig vorzuwerfen, wer wo an welchen Terroranschlägen mit Schuld trage, forderte Sofuoglu. Vielmehr müssten die Kräfte im Kampf gegen den Terror gebündelt werden, ansonsten gewännen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staats (IS) und andere Terrorgruppierungen weiter an Boden.

+++ 4.15 Uhr: US-Luftangriffe töten 250 IS-Kämpfer am Rande Falludschas +++

Bei einer Serie von US-Luftangriffen im Irak sollen einem Medienbericht zufolge mindestens 250 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden sein. Die Extremisten seien Teil eines Konvois gewesen, der am Mittwoch in einem südlichen Außenbezirk der einstigen IS-Hochburg Falludscha bombardiert worden sei, berichtete der US-Sender Fox News unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle innerhalb des amerikanischen Militärs. US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte der irakischen Regierung erst am Montag zur Rückeroberung Falludschas gratuliert, die einen Meilenstein im Kampf gegen den IS markiere. Mit Unterstützung des US-Militärs hatte die irakische Armee die Stadt nach eigenen Angaben am Wochenende vollständig eingenommen. Der IS verlor damit eine seiner zwei wichtigsten Hochburgen im Irak.

+++ 1.51 Uhr: Hollande fürchtet Trumps Wahl zum US-Präsidenten +++

Der französische Präsident François Hollande fürchtet eine Wahl des US-Republikaners Donald Trump zum US-Präsidenten. "Diejenigen, die nun sagen, dass Trump niemals zum nächsten Präsidenten gewählt wird, sind doch die gleichen, die einen Brexit für unmöglich gehalten haben", sagte Hollande in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Pariser Zeitung "Les Echos". Eine Präsidentschaft des Republikaners "würde die Beziehungen zwischen Europa und den USA komplizierter machen", warnte Hollande. Auf die Frage, ob er Trump als Präsidenten für gefährlich hielte, antwortete Hollande mit "ja". Trump arbeite im US-Wahlkampf mit den gleichen Argumenten wie die französischen Rechtsextremen, warnte Hollande: Er warne vor Einwanderung, werte den Islam ab, stelle die repräsentative Demokratie in Frage und schüre Ressentiments gegen Eliten. Trump hat die politischen Anführer Europas mehrfach als "schwach" geschmäht und ihnen zu große Nachsicht im Kampf gegen den Terrorismus vorgeworfen.

+++ 0.21 Uhr: Italien und Niederlande wollen sich Sitz im UN-Sicherheitsrat teilen +++

Italien und die Niederlande wollen sich einen frei werdenden Sitz im UN-Sicherheitsrat in den Jahren 2017 und 2018 teilen. Der Vorschlag kommt nach insgesamt fünf Abstimmungsrunden am Dienstag und Mittwoch, an denen in der Vollversammlung für keinen der beiden Kandidaten eine ausreichende Mehrheit erreicht wurde. Zuvor waren Schweden, Bolivien, Äthiopien und Kasachstan auf einen der zehn nicht-ständigen Sitze im höchsten UN-Gremium gewählt worden. Italiens Außenminister Paolo Gentiloni nannte den Vorschlag, nach dem Italien wohl 2017 und die Niederlande 2018 im Sicherheitsrat sitzen würden, eine "Botschaft der Einheit zweier europäischer Länder." Eine Einigung beider Staaten steht aber noch aus. 

kis/jek/fin / DPA / AFP