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Feuerkatastrophe in USA: Schon mehr als 50 Tote: Warum die verheerendsten Feuer immer wieder Kalifornien treffen

Große Gebiete in Kalifornien stehen in Flammen. Schon wieder. Nun hat das "Camp"-Feuer die meisten Todesopfer in der Geschichte des Bundesstaats gefordert. Während Experten schon mit einer "langen und potenziell tödlichen" Feuersaison rechnen. Warum brennt es so häufig im Westen der USA?

Warum in Kalifornien (immer wieder) die Flammen wüten

Ein Feuerwehrmann ist bei einem Waldbrand im Einsatz. Bei den Waldbränden in Kalifornien sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. 

AP / DPA

Es waren schöne Wochen in weiten Teilen Kaliforniens. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, wenig Regen. Und das ist nicht das einzige Problem. 

Der US-Bundesstaat erlebt gerade eine Feuerkatastrophe (lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen), bedingt durch eine gefährliche Mischung an Brandbeschleunigern. Es gibt mindestens 50 Tote - Hunderte Menschen werden noch vermisst -, etliche Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser wurden zerstört, vom Ort Paradise bleiben nur qualmende Ruinen übrig.

Das "Camp"-Feuer im Norden Kaliforniens hat mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in dem Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen gefordert. Das "Woolsey"-Feuer im Süden frisst sich weiter durch die hügelige Gegend rund um den Promi-Wohnort Malibu. Dort allein fielen schon 39.300 Hektar Land und rund 435 Gebäude dem Brand zum Opfer.

Und bislang sind nur etwas mehr als ein Drittel der beiden Brände eingedämmt. 

Es ist nicht die erste Feuerkatastrophe für den Bundesstaat. Allein im August dieses Jahres forderten zwei Brände nahe dem Ort Mendocino schon 40 Tote. Immer wieder trifft es Kalifornien. Warum? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe - die sich jedoch gegenseitig verstärken.

1. Kaum Regen für Kalifornien

"Hätte Nordkalifornien in diesem Jahr in der Nähe der typischen Niederschlagsmenge im Herbst gelegen (...), wären das explosive Feuerverhalten und die Tragödie in Paradise wahrscheinlich nicht passiert", meint der Klimaforscher Daniel Swain von der University of California. Warum, erklärt er in einer Serie an Tweets.

Die Kurzversion: Im Sommer regnet es in Kalifornien, wie in vielen westlichen Bundesstaaten, kaum. Ab Oktober entspannt sich die Lage. In der Regel. In diesem Jahr hat es in manchen Regionen im Norden und Nordwesten Kaliforniens weniger Niederschlag gegeben, wie auf einer Grafik von Swain zu sehen ist: bis zu 12,7 Prozent (im Durchschnitt) weniger. Der Herbstregen habe darüber hinaus später eingesetzt, entsprechend später wurde das Ökosystem mit Wasser versorgt. 


2. Die Vielzahl an potenziellen Brandherden

Der ausbleibende Regen in Kalifornien führt somit zu einem anderen Problem: extreme Trockenheit, die wiederum zu reichlich vertrockneter Vegetation führt - und damit zu Nährboden für die Flammen. Die Waldbrand-Expertin Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) spricht von einer "ungewöhnlich hohen Zahl von 129 Millionen toten Bäumen als Folge dieser Megadürre". 

Zwar haben Arizona und Colorado in diesem Jahr auch mit Trockenheit zu kämpfen. Allerdings ist Kalifornien wesentlich grüner als andere Bundesstaaten. Somit gibt es, kurz gesagt, auch größere potenzielle Brandherde.

3. Der peitschende (Teufels-)Wind

Hinzu kämen die extremen Winde, die die Flammen anfachten, und "die geografischen Bedingungen von hohen Bergen und tiefen Tälern, die wie Schlote sind", so Waldbrand-Expertin Thonicke. 

Im Süden Kaliforniens, beim "Woolsey"-Feuer rund um Malibu, peitschen die sogenannten Santa-Ana-Winde durch die pittoreske und hügelige Gegend. Die warmen und trockenen Winde werden auch Teufelswinde genannt, weil sie hauptsächlich im Spätherbst und Winter das Wetter in Südkalifornien beeinflussen - und die Brandgefahr erhöhen.


4. Die "perfekten Zutaten für ein explosives Brandwachstum"

Die leicht entflammbare Vegetation, fehlender Niederschlag und eine geringe Luftfeuchtigkeit seien die "perfekten Zutaten für ein explosives dynamisches Brandwachstum", sagte Chris Anthony von der kalifornischen Brandschutzbehörde der "Los Angeles Times". Die Kalifornier sollten sich auf eine "lange und potenziell tödliche" Feuersaison einstellen. Es werde schlimmer, als es sich die Bevölkerung jemals habe vorstellen können.

Es sei bei einem "ungebremstem Klimawandel" mit einer Zunahme extremer Waldbrände zu rechnen, fügt Waldbrand-Expertin Thonicke hinzu. "Dies ist und wird eine völlig neue Herausforderung für die Feuerwehrleute, die politischen Entscheidungsträger und die Bürger in Kalifornien - und in vielen anderen Regionen der Welt."

fs / Mit Material der DPA und AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.