Wetterkapriolen Schwerer Sturm legt Kalifornien lahm


Ein schwerer Sturm mit heftigen Schnee- und Regenfällen ist über den US-Staat Kalifornien hinweggefegt: Die Highways im Norden sind gesperrt, zahlreich Flüge gestrichen. Über eine Million Haushalte hat keinen Strom mehr - wahrscheinlich für mehrere Tage.

Die amerikanische Westküste ist am Freitag von orkanartigen Winden, heftigen Regenfällen und Schneemassen heimgesucht worden. In Nordkalifornien waren zeitweise mehr als eine Million Menschen ohne Strom, berichtete der "San Francisco Chronicle". Es könnte mehrere Tage dauern, bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei, teilte das Unternehmen Pacific Gas & Electric mit.

Angst vor Erdrutschen

In Südkalifornien wappneten sich Anwohner und Helfer für schwere Erdrutsche. In vier Bezirken folgten Hausbesitzer den Anordnungen der Behörden, die Gebiete vorsichtshalber zu evakuieren. Nach den schweren Buschfeuern im Herbst fehlt an vielen Stellen der schützende Pflanzenbewuchs.

Im Raum San Francisco kam an vielen Stellen der Verkehr zum Erliegen. Brücken wurden gesperrt, nachdem heftige Windböen mit mehr als 100 Stundenkilometern Geschwindigkeit einen Lastwagen umstürzen ließen. Hunderte Flüge wurden gestrichen und der Fährverkehr in der Bucht der Metropole eingestellt.

In den Bergen der kalifornischen Sierra Nevada wurden bis zu drei Meter Schnee erwartet. An einer Bergspitze registrierte die Wetterbehörde Windböen von über 260 Stundenkilometern. Die Anwohner wurden aufgerufen, das bis Montag anhaltende Unwetter zu Hause abzuwarten.

Im Bezirk Orange County wurden schätzungsweise 3.000 Einwohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. In Malibu, Santa Barbara und Ventura wurde vor Springfluten gewarnt.

"Es ist ein außergewöhnlicher Sturm", sagte der Meteorologe Rhett Milne in Reno (Nevada). "Wer darin stecken bleibt, befindet sich in einer lebensbedrohlichen Situation".

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker