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Schüsse nahe US-Stützpunkt 20-Jähriger testet seine Schreckschusspistole und löst Großeinsatz der Polizei aus

Die Schüsse in Wiesbaden kamen aus einer Schreckschuss-Waffe ähnlich dieser hier
Die Schüsse in Wiesbaden kamen aus einer Schreckschuss-Waffe ähnlich dieser hier
© Oliver Killig / DPA
Dieser Schuss ging nach hinten los. Ein Mann hat in Wiesbaden einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst, weil er seine Schreckschusswaffe nahe eines US-Luftwaffenstüzpunktes abfeuerte.

Mit einer Schreckschusspistole hat ein Mann in Richtung des US-Luftwaffenstützpunkts in Wiesbaden gefeuert und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein Augenzeuge meldete am Sonntagabend, von einem weißen Transporter aus seien mehrere Schüsse in Richtung des Flugplatzes abgefeuert worden, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin wurden umgehend "starke Polizeikräfte" entsandt, eingesetzt wurde bei der Suche auch ein Polizeihubschrauber.

Der Transporter wurde schließlich in einem Gewerbegebiet gefunden, in dem sich der Fahrer und der Beifahrer ein Zimmer gemietet hatten. Die beiden aus Thüringen stammenden Männer wurden festgenommen. Der Polizei zufolge hatte der Beifahrer, ein 20 Jahre alter Handwerker, die Schüsse mit einer Schreckschusspistole abgegeben. Die Waffe wurde in dem Transporter gefunden.

Männer hatten "null Ahnung", dass US-Stützpunkt in der Nähe ist

Die beiden Männer hatten nach Angaben eines Polizeisprechers "null Ahnung", dass sie sich in der Nähe eines US-Flugfeldes und damit einer "hochsensiblen Liegenschaft" befanden. Sie hatten demnach lediglich auf freier Fläche die Schreckschusspistole ausprobieren wollen. "Der Schuss ging im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los", sagte der Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. 

Die beiden Männer wurden nach einem Verhör wieder freigelassen. Der Schütze bekommt jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht. Er hatte unter anderem keinen kleinen Waffenschein, wie er für eine Schreckschusspistole erforderlich ist.

fin AFP

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