Zugspitze Extrem-Bergläufer sind erfroren


Die beiden an der Zugspitze umgekommenen Bergläufer sind an Unterkühlung gestorben. Das ergab die Obduktion der Leichen. Allerdings kommen bei einem der Männer auch Herz-Kreislaufprobleme als Todesursache infrage. Dem Veranstalter des Berglaufs könnte nun ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung drohen.

Der Tod von zwei Sportlern beim Extrem-Berglauf auf die Zugspitze geht vor allem auf Unterkühlung der Männer zurück. In einem Fall habe die Obduktion Unterkühlung als Todesursache ergeben, beim zweiten Opfer kämen daneben auch Herz-Kreislaufprobleme infrage, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München.

Ein 41-Jähriger aus dem nordrhein-westfälischen Witten und ein 45 Jahre alter Sportler aus Ellwangen in Baden-Württemberg waren bei dem Lauf unter dem Gipfel des 2962 Meter hohen Berges nach einem Wettersturz trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben. "Ich kann nur mein tiefstes Bedauern ausdrücken", sagte der Veranstalter des Extremlaufes, Peter Krinninger.

Die Staatsanwaltschaft habe ihn als Zeugen vernommen und ihm geraten, in der Öffentlichkeit nicht Stellung zu nehmen, berichtete Krinninger. Je nach Verlauf der Vorermittlungen könnte Krinninger ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung drohen.

"Wir sind dabei, zu prüfen ob wir einen Anfangsverdacht haben", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Rüdiger Hödl. Die Anklagebehörde untersucht derzeit die Umstände des Unglücks. Zunächst sollen Zeugen und Betroffene vernommen und Wetterdaten eingeholt werden. "Wir prüfen einzelne Parameter, die für uns wichtig sind. Dann erst werden wir entscheiden, ob wir ein Ermittlungsverfahren einleiten", sagte Hödl. Die Entscheidung werde nicht mehr am Dienstag fallen.

Bei dem Lauf mit rund 600 Teilnehmern auf Deutschlands höchsten Berg waren auch sechs Sportler mit Unterkühlungen und völlig erschöpft ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht worden. Die fünf Männer und eine Frau zwischen 27 und 58 Jahren konnten jedoch nach einem Tag das Krankenhaus wieder verlassen. Bis zu 100 Helfer waren im Einsatz, um die frierenden, erschöpften und vielfach nur leicht bekleideten Läufer im Schneetreiben zu versorgen.

Es war der achte Extremlauf auf die Zugspitze. Im Vorjahr wurde nach Angaben eines Teilnehmers wegen schlechten Wetters nicht bis zum Gipfel gelaufen. Die Distanz beträgt 16,1 Kilometer bei 2100 Metern Höhenunterschied.

DPA DPA

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