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Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe Neues Leck in Fukushima verseucht Grundwasser


Am Katastrophenreaktor wurden neue radioaktive Belastungen verzeichnet. Die Werte des krebserregenden Cäsiums stiegen zuletzt um das 90-fache an. Betreiber Tepco ist auf der Suche nach dem Leck.

Im Grundwasser nahe der japanischen Atomruine Fukushima ist nach Angaben der Betreiberfirma erneut stark erhöhte radioaktive Belastung gemessen worden. Grund dafür soll ein noch unentdecktes Leck sein. Werte der radioaktiven Substanz Cäsium-134 seien seit Freitag um das 90-fache angestiegen, teilte Tepco am Dienstag mit. Der Level des mutmaßlich krebserregenden Caesiums sei auf 9.000 Becquerel pro Liter gestiegen, gab die Betreiberfirma Tepco am Dienstag bekannt. Der zulässige Grenzwert liegt bei 60 Becquerel.

Zudem seien stark erhöhte Konzentrationen von Cäsium-137 gemessen worden. Sie schoss auf 18.000 Becquerel hoch, was 200 mal höher ist als erlaubt. "Wir wissen noch nicht, warum die Belastung in die Höhe geschossen ist", sagte ein Tepco-Sprecher. "Wir versuchen eine weitere Verunreinigung zu verhindern." Auch ob belastetes Grundwasser ins Meer geflossen sei, werde noch untersucht.

Erst im Juni waren an der Stelle erhöhte Werte der Substanzen Strontium-90 und Tritium gemessen worden. Gemessen wurde in einem Testbrunnen in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor 2, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Radioaktives Cäsium, Strontium und Tritium können im Körper zu Strahlenschäden führen. In Folge des schweren Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW schwer verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen.

ins/AFP/DPA DPA

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