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Mahnung für ganz Deutschland: Deutscher Wetterdienst warnt vor starker UV-Strahlung – warum sie gefährlich ist

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starker UV-Strahlung – die Mahnung gilt für fast ganz Deutschland. Warum zuviel Sonnenlicht ein Risiko für die Haut und unsere Gesundheit ist.

Ein Waldbrand.

Vor besonders starker UV-Strahlung hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag gewarnt. Die am Morgen aktualisierte Warnung galt für fast ganz Deutschland. Nur ein schmaler Küstenstreifen an Nord- und Ostsee sowie Schleswig-Holstein waren nicht betroffen. UV-Strahlung erhöht das Risiko von Hautkrebs: "Jedes Zuviel an UV-Bestrahlung, das heißt jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand, können die Zellstruktur der Haut verändern", erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Je häufiger diese Schädigungen passieren, desto höher ist das Risiko, dass in einem späteren Lebensalter Hautkrebs entsteht."

Am Samstag werden laut DWD "in der Mitte und im Süden hohe UV-Strahlungswerte" erwartet. Am Ober- und Hochrhein müssten sich die Menschen zudem auf eine starke Wärmebelastung einstellen. Bei nahezu wolkenlosem Wetter mit viel Sonne sollten die Temperaturen in Deutschland auf 29 bis 36 Grad ansteigen. Nur an den Küsten und im höheren Bergland bleibe es mit 22 bis 29 Grad etwas kühler. 

Was machen gefährliche UV-Strahlen mit der Haut?

Zuviel Sonnenlicht ist ein Risiko für die Haut - vor allem die darin enthaltenen schädlichen ultravioletten Strahlen (UV). Sie werden zum allergrößten Teil von der die Erde umgebenden Ozonschicht ferngehalten. Was dennoch beim Menschen ankommt, regt die Pigmentzellen in der Oberhaut dazu an, braunen Farbstoff zu bilden. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus.

Gelangt zuviel Sonnenlicht auf die Haut, rötet sie sich, schwillt an, juckt und brennt. Der Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion. Schließlich sterben viele stark geschädigte Zellen der Oberhaut ab. Wie viel Sonne die Haut verträgt, ist dabei von Mensch zu Mensch verschieden. Gegen UV-Strahlen helfen Sonnenschutzmittel.

UV-Strahlen können das Erbgut im Zellkern schädigen. Die meisten der so geschädigten Zellen sterben zwar zum Schutz der Haut. Sie können aber auch zu Ausgangszellen für einen Tumor werden. Ihre Nachkommen hören dann nicht mehr auf, sich zu teilen - sie sind Krebszellen.

Glutzhitze am Sonntag – dann Temperatursturz

Auf die Hitze folgt der Temperatursturz: Während am Sonntag für Ostdeutschland rekordverdächtige Werte um die 39 Grad vorhergesagt sind, wird die neue Woche Ostseeurlauber schon fast zum Frösteln bringen. Um mehr als zehn Grad kann es örtlich kühler werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach erklärte. Dazu steigt die Gewittergefahr, südlich der Donau muss mit Unwettern gerechnet werden. Mitte der Woche erwartet der DWD ungewöhnlich kühle 17 bis 24 Grad. Ansonsten rechnen die Meteorologen größtenteils mit schönem Sommerwetter bei 24 bis 29 Grad.

Ab Montag gehen die Werte schrittweise zurück. Im Norden auf 22 bis 28 Grad, auf den Inseln wird es schon kühler. Am Dienstag sind es im Norden nur noch 16 bis 25 Grad, auch einzelne Schauer sind möglich. Für den Südosten sagt der DWD für Montag 28 bis 35 Grad vorher, am Dienstag wird es im Süden demnach 25 bis 29 Grad warm. Abgesehen von den Unwettern bleibt es zu trocken. "Die Waldbrandgefahr nimmt nicht ab, da reicht eine Zigarette oder eine Glasscherbe", sagte Kernn.

Das sollten Sie vor dem Sonnenbad wissen
fs / DPA