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Schweres Unwetter: Mindestens elf Tote durch umstürzende Bäume in Moskau

Bäume stürzten um, Gegenstände wirbelten durch die Luft: In Moskau hat ein schwerer Sturm mit Orkanböen mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Im Umland der Hauptstadt gab es zwei weitere Tote, darunter ein Kind.

In Moskau hat ein schweres Unwetter mit Orkanböen mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Sie wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Mehr als 70 Menschen hätten medizinische Hilfe gesucht, teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Auch im Moskauer Umland habe es mindestens zwei weitere Tote gegeben, darunter ein Kind, meldete die Agentur Tass. Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Beileid aus. Experten in Behördenkreisen schätzten den Schaden auf umgerechnet Hunderttausende Euro. 

Der russische Wetterdienst hatte ein Gewitter mit starken Windböen angekündigt. Nach ersten Angaben betrug die Windgeschwindigkeit mehr als 100 Kilometer pro Stunde. Die Behörden schätzten, dass rund 1000 Bäume dem Sturm nicht standgehalten hätten und umgefallen seien. Dutzende Dächer seien beschädigt worden. Die Gesundheitsbehörden warnten, dass die Zahl der Toten noch steigen könne.

Stromausfall und verspätete Flüge in Moskau

Der Wind war so heftig, dass er auch Müll auf den Straßen aufwirbelte. Nach dem starken Regen sammelten sich riesige Pfützen auf dem Asphalt der Moskauer Straßen und Innenhöfe. In Tausenden Haushalten in und um Moskau fiel der Strom aus, wie die Agentur Interfax berichtete. Zudem verzögerten sich zahlreiche Flüge an den drei großen Flughäfen der russischen Hauptstadt, und bei den Vorstadtzügen kam der Verkehr vorübergehend zum Erliegen.

mod / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?