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Historisches Kampfflugzeug: Iljuschin Il-2: Taucher bergen "Fliegenden Panzer" aus See - der soll bald wieder in die Luft

Taucher bergen eine Iljuschin Il-2, ein Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine historische Stiftung will das Flugzeug restaurieren und wieder flugtauglich machen.

"Fliegender Panzer": Historisches Kampfflugzeug Iljuschin Il-2 aus See geborgen



Iljuschin IL-2 "Sturmovik" – der fliegende Panzer der Sowjets

Sie war tödlicher als die deutschen Stukas. Die Sturmovik war schwer bewaffnet. Ihre Piloten nannten sie liebevoll "Iljuscha" – denn kein Flugzeug schütze die Besatzung besser. Gegen deutsche Panzer setzt sie eine Geheimwaffe ein.

Luftkämpfe des Zweiten Weltkrieges? Da denkt jeder an die großen Luftschlachten zwischen den West-Alliierten und dem Deutschen Reich. Beim Thema Rote Armee fallen einem Panzer wie der T-34 ein oder Salvengeschütze wie die Stalinorgeln. Dass Moskau auch eine starke Luftwaffe hatte und unter anderem der erfolgreichste alliierte Jagdpilot, Iwan Nikitowitsch Koschedub, ein Sowjet war, wissen die wenigsten.

Dabei stammt sogar das meistgebaute Flugzeug der Welt aus der UdSSR. Es ist nicht die britische Spitfire oder die amerikanische P-51 und auch nicht der deutsche Jäger Me 109 – es ist die Iljuschin IL-2 Sturmovik. Von ihr wurden sagenhafte 36.163 Exemplare gebaut.

Die Sturmovik entschied Schlachten

Ohne Übertreibung kann man sagen: Diese Propellermaschine war kriegsentscheidend. Der US-Bomber B17 spielte eine entscheidende Rolle im Bombenkrieg über Deutschland. Die Sturmovik entschied ganze Schlachten und wurde zum Albtraum der deutschen Soldaten.  In der Schlacht im Kursker Bogen 1943 machten die Deutschen zum ersten Mal im großen Maßstab Bekanntschaft mit dem eisernen Vogel. Danach war es mit der deutschen Luftüberlegenheit im Osten vorbei.

Nicht zu zerstören

Dabei war die Iljuschin alles andere als flott. Mit einer Geschwindigkeit von nur 430 km/h war sie langsamer als jeder Jäger und nur unwesentlich schneller als das deutsche Gegenstück, die Ju-87 – genannt "Stuka". Ihr gegenüber hatte das russische Modell einen gewaltigen Vorteil. Die Besatzung saß in einer Art Badewanne aus Panzerstahl, und auch sonst war das Flugzeug extrem robust. Es widerstand auch heftigem Beschuss, selbst Treffer einer 20-mm-Kanone konnte die Sturmovik überstehen. Die Sowjets nannten sie "Fliegender Panzer" oder zärtlich "Iljuscha". Die Deutschen hatten auch Spitznamen für sie: Sie nannte Il-2 "Betonflugzeug" oder "eiserner Gustav".

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kra