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H5N8-Erreger: Vogelgrippe auch in Niedersachsen nachgewiesen

Der Vogelgrippe-Fall in Niedersachsen hat sich als gefährlicher Typ N5N8 bestätigt. Neben den knapp 20.000 Tieren auf dem betroffenen Geflügelhof werden weitere 12.000 Tiere getötet.

Die gefährliche Vogelgrippe H5N8 ist in Niedersachsen nachgewiesen worden. Es handele es sich um den hochansteckenden Vogelgrippe-Subtyp, teilte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Dienstag mit.

Alle Untersuchungsergebnisse deuteten klar auf die gefährliche Variante der Vogelgrippe hin, sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Ostseeinsel Riems, Elke Reinking. "Wir gehen davon aus, dass es das ist."

Wie Minister Meyer sagte, werden neben 19.000 Tieren auf dem betroffenen Geflügelhof in der Gemeinde Barßel weitere 12.000 Tiere auf einem weiteren Hof getötet. Dieser stand mit dem Barßeler Betrieb in Kontakt.

Nach dem Nachweis der Vogelgrippe auf dem Geflügelhof in der Gemeinde Barßel wurde das Töten der knapp 20.000 Tiere dort angeordnet. Außerdem wurde der Kreis Cloppenburg, eine der Hochburgen der Geflügelzucht in Niedersachsen, zur Überwachungszone erklärt. Alle Transporte von Geflügel zu oder von Betrieben dort wurden für zunächst 72 Stunden untersagt.

Alleine im Kreis Cloppenburg werden knapp 13,5 Millionen Puten und Hühner gehalten. Niedersachsen ist mit rund 100 Millionen Stück Geflügel der wichtigste Geflügelproduzent in Deutschland. Zuletzt waren nach einem Ausbruch einer milden Variante der Vogelgrippe in Niedersachsen 2008 rund 300.000 Tiere getötet worden. Schwerpunkt war der Landkreis Cloppenburg.

Bereits Anfang November wurde der gefährliche Erreger H5N8 uf einem Hof in Mecklenburg-Vorpommern und Mitte des Monats auch auf Betrieben in den Niederlanden nachgewiesen. Über 10.000 Tiere mussten getötet werden.

tob/DPA / DPA