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Information: Was hinter dem Mindesthaltbarkeitsdatum steckt

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum sind viele Verbraucher unsicher und werfen Käse oder Quark lieber früher weg - massenhaft. Jetzt soll eine große Info-Aktion helfen, die Verschwendung einzudämmen.

Ist ein Joghurt schlecht, wenn er abgelaufen ist? Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Becherdeckeln und anderen Packungen im Küchenschrank ist in die Diskussion geraten. Denn Jahr für Jahr landen im wohlhabenden Deutschland tonnenweise wertvolle Lebensmittel auf dem Müll, die noch völlig einwandfrei wären. Eine Aufklärungskampagne in mehr als 20 000 Supermärkten soll Kunden von diesem Montag an besser informieren, was das Datum genau bedeutet. Denn ein alle überzeugender Alternativbegriff ist nicht in Sicht.

Wie ist das Mindesthaltbarkeitsdatum rechtlich geregelt?

Laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung gehört bei den meisten Produkten ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf die Packung. Das meint den Zeitpunkt, "bis zu dem ein Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält". Es ist also im Grunde eine Art Qualitätszusage. Aufgedruckt werden muss in wenigstens zwei Millimeter großer Schrift der genaue Tag, bei langlebigen Produkten reicht auch eine Angabe wie "mindestens haltbar bis Ende 07/2013". Kein Mindesthaltbarkeitsdatum brauchen etwa frisches Obst, hochprozentiger Alkohol oder Zucker.

Wer bestimmt das Datum, und wie wird es überprüft?

Verantwortlich für das Datum sind die Hersteller. Dabei stützen sie sich auf Erkenntnisse, wie sich der Zustand des Produkts unter bestimmten Bedingungen verändert - etwa im Vitamingehalt. Beim Joghurthersteller Danone ist es die Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die den Tag X mit mehreren Methoden ermittelt. "Geprüft werden auch Geruch, Geschmack oder Konsistenz", wie eine Sprecherin sagt. Mindestens haltbar sind Joghurts dann etwa vier bis sechs Wochen. Zuständig für die Kontrolle der Kennzeichnungen sind die Lebensmittelbehörden der Bundesländer.

Wie geht es im Supermarkt weiter?

Wenn sie ins Geschäft geliefert werden, haben Produkte zeitlich "Luft" bis zum Ablauf des MHD. In die Regale kommen die Lebensmittel erst nach und nach. Beim Nachfüllen von Lücken werden dann auch die Haltbarkeitsdaten geprüft, wie es beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels heißt. Naht der aufgedruckte Tag, gebe es zwei Varianten: Die Ware wird heruntergesetzt und als Sonderangebot verkauft. Oder sie geht an Tafeln, die Lebensmittel an Bedürftige verteilen. Ist das MHD erreicht, kommt die Packung aus dem Regal. Dabei wissen viele Kunden, dass Produkte mit kürzerem Datum meist vorne stehen - und greifen lieber nach hinten.

Wäre eine andere Bezeichnung als "Mindesthaltbarkeit" besser?

Ob es einen treffenderen Begriff gäbe, ist umstritten. Manche Experten warnen, das MHD werde zu oft als Wegwerffrist verstanden. Der Vorsitzende des Verbraucherausschusses im Bundestag, Hans-Michael Goldmann (FDP), schlug daher zwei andere Angaben für die Packung vor: "voller Genuss bis zum Tag X und essbar bis zum Tag Y". Die Formel "mindestens haltbar bis" sei eigentlich klar, argumentieren dagegen Handel und Hersteller. Das sieht auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) so. Sie bezweifelt, ob zum Beispiel das englische "best before" ("am besten bis...") viel verständlicher wäre.

Was soll die Aufklärungsaktion bringen?

Von diesem Montag an sollen rund vier Millionen Flugblätter und Info-Karten in 21 000 Supermärkten verteilt werden. Die Aktion mit dem Lebensmittelhandel ist für Aigner ein Baustein im Kampf gegen die enorme Verschwendung, die gerade eine Studie dokumentierte: Aus den privaten Haushalten stammen 6,7 Millionen von insgesamt 11 Millionen Tonnen Nahrung, die hierzulande jährlich im Müll landen. Jeder Bürger wirft im Schnitt knapp 82 Kilo Lebensmittel weg, dabei wären 53 Kilo noch genießbar. Ein Anliegen der Kampagne: Den Unterschied des MHD zum "Verbrauchsdatum" für leicht verderbliche Ware wie Hackfleisch klar machen - danach darf ein Produkt nicht mehr verkauft und verspeist werden.

Von Sascha Meyer, dpa / dpa
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(