"Mars Express" Reboot für "Beagle 2"


Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA will einen letzten Versuch unternehmen, den seit Mitte Dezember vermissten Marsroboter "Beagle 2" zu retten. Der Computer von "Beagle 2" soll komplett neu gestartet werden.

Die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) will einen letzten Versuch unternehmen, den seit Mitte Dezember vermissten Marsroboter "Beagle 2" zu retten. Demnach soll der Computer dazu gebracht werden, sich selbst abzuschalten. Anschließend soll die komplette Software neu geladen werden.

"Wir gehen davon aus, dass das System beschädigt ist und wenn überhaupt nur durch einen kompletten Neustart wiederbelebt werden kann", sagte der leitende Wissenschaftler Colin Pillinger auf einer Pressekonferenz am Montag in London.

Das Marslandegerät der ESA sollte eigentlich Heiligabend auf dem Mars aufsetzten. Alle Versuche, Kontakt mit der Sonde aufzunehmen - zuletzt zwei Versuche des Mutterschiffes "Mars Express" am Wochenende - blieben ohne Erfolg. Das Signal zum Abschalten soll nach Pillingers Worten am Dienstag vom US-Raumschiff "Odyssey" gesendet werden, das derzeit um den Roten Planeten kreist.

"Gefährliches" Kommando

"Natürlich ist es ein sehr gefährliches Kommando", räumte Pillinger ein. "Denn selbst wenn ’Beagle 2’ noch da draußen ist, wird er vielleicht niemals antworten. Es ist ein letzter Rettungsversuch." Sollte es "Odyssey" nicht gelingen, "Beagle 2" das Signal zum Abschalten zu übermitteln, soll "Mars Express" den Befehl am 2. oder 3. Februar nochmals aussenden.

Unterdessen arbeiten die aus Deutschland stammenden Messinstrumente an Bord des US-Marsrovers "Opportunity" offenbar einwandfrei. Erste Tests hätten dies ergeben, berichtete Göstar Klingelhöfer vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Mainz am Montag in Pasadena. Mainzer Chemiker von Universität und Max-Planck-Institut hatten zwei Spektrometer entwickelt, die sich an Bord beider US-Rover befinden.

AP


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