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Astronomie: Forscher entdecken Wasser auf dem Mond

Drei verschiedene Raumfahrtprogramme haben Beweise für Wasser auf dem Mond gefunden - und das sogar jenseits der Pole. Allerdings geht es nur um sehr kleine Mengen. Der Nasa käme eine solche Entdeckung wohl nicht ungelegen.

Über Jahrzehnte galt der Mond als trocken. Falls es überhaupt Wasser gebe, so dachte man, könne dieses höchstens an den Polen tief in den schattigen Kratern vorkommen. Dort, wohin keine Sonnenstrahlen gelangen. Diese Meinung gerät nun ins Wanken. Gleich drei Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass es auch direkt auf der Oberfläche des Erdtrabanten Verbindungen von Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) gibt - entweder als Hydroxyl (HO) oder sogar als Wasser (H2O). Solche Vorkommen dürften die Planung bemannter Mondstationen erleichtern.

Der US-Raumfahrtbehörde Nasa käme die Entdeckung wohl nicht ungelegen: Erst vor kurzem hatte eine Expertenkomission erklärt, dass die Pläne der Nasa für die Rückkehr zum Mond und bemannte Flüge zum Mars zu teuer wären. Die Entdeckung von Wasser könnte nun wieder gute Gründe dafür liefern, den Mond doch noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Vage Hinweise auf Wasser gab es seit längerem. Schon vor 40 Jahren brachte die Apollo-Besatzung Gesteinsproben zur Erde mit. Darin wurde zwar Feuchtigkeit nachgewiesen, aber Forscher führten dies auf nachträgliche Verunreinigungen zurück. "Wir lagen in gewissem Maß falsch", sagt Larry Taylor von der Universität von Tennessee in Knoxville. "Weil die Behälter undicht waren, glaubten wir, das von uns gefundene Wasser stamme von der Kontamination mit terrestrischer Luft."

Die nun vorgelegten Daten rütteln an dieser Annahme: Forscher um Taylor und Carle Pieters von der Brown Universität in Rhode Island werteten Aufnahmen der indischen Raumsonde Chandrayaan-1 aus, die Ende vergangenen Jahres in die Umlaufbahn des Himmelskörpers startete. Mit einer speziellen Software analysierten die Forscher die Wellenlänge des Sonnenlichts, das von der Mondoberfläche abstrahlt. Diese sogenannte Reflektionsspektrometrie erlaubt Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der obersten Bodenschicht. Das Lichtspektrum liefert klare Hinweise auf Verbindungen von Wasserstoff und Sauerstoff.

Eine Tonne Boden könnte einen Liter Wasser enthalten

"Wenn wir über Wasser auf dem Mond sprechen, sind damit weder Meere noch Ozeane und noch nicht einmal Pfützen gemeint", erklärt Carle Pieters. Vielmehr sei unter anderem die Rede von Wassermolekülen, die mit den Gesteins- und Staubmolekülen in obersten Millimetern der Oberfläche reagieren.

Zudem zeigten ältere Aufnahmen der Raumsonde Cassini solche Spuren nicht nur an den Polen, sondern auch in polferneren Gegenden. Und auch Daten der Nasa-Mission Deep Impact bestätigen die Existenz von Wasserspuren auf dem Himmelskörper. Eine Tonne Bodenmaterial könnte etwa einen Liter Wasser enthalten, glauben die Forscher, die ihre Resultate im Magazin "Science" veröffentlichen. Zum Vergleich: In Erdgestein kann der Gehalt um das Hundertfache höher liegen.

Rätselhafter Ursprung

Aber wo kommt die Feuchtigkeit her? Die Wissenschaftler erwägen zwei Möglichkeiten: Zum einen könne sie von außen stammen, etwa von Kometen, die auf der Oberfläche des Mondes einschlagen. Für wahrscheinlicher hält Taylor aber, dass das Wasser auf dem Mond selbst entsteht. Erklären ließe sich dies mit Hilfe der Sonnenwinde, einem Strom von Wasserstoff-Atomen, den die Sonne stetig ausstößt. Diese erreichen die Erde wegen der schützenden Atmosphäre nicht, treffen aber kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von rund 100.000 Kilometern pro Sekunde auf die Mondoberfläche. Mit dieser Wucht könnten sie, so die Forscher, den im Boden gebundenen Sauerstoff lösen. Dieser könnte sich dann mit dem Wasserstoff verbinden - entweder zu Hydroxyl oder zu Wasser.

Die Studienresultate könnten Pläne stützen, eine Mondstation am Südpol des Erdtrabanten anzulegen. Klarheit erhoffen sich Forscher bald von der Sonde LCROSS, die sich am 9. Oktober in der Nähe des Südpols mit einer Geschwindigkeit von über 9000 Stundenkilometern in den Krater Cabeus A bohren soll. Die Analyse der aufgewirbelten Staubwolke könnte Aufschluss darüber geben, ob in dem Krater gefrorenes Wasser lagert.

AP/DPA/Reuters/lea / AP / DPA / Reuters
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