Esa-Satellit Goce Raketenstart abgebrochen


Auch der dritte Anlauf ging daneben: Wenige Sekunden vor Zündung der Triebwerke ist der Start eines Klima-Satelliten der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa abgebrochen worden. Die Ursache für die Panne auf dem russischen Weltraumbahnhof Plessezk ist noch unklar.

Der Satellit Goce soll im Auftrag der Esa wichtige Daten für Ozeanographie, Geophysik und Klimaforschung liefern. Der Start wurde um exakt 24 Stunden auf Dienstag 15.21 Uhr MEZ verschoben.

Als erster Satellit des Esa-Programms "Living planet" hat Goce die Aufgabe, die Erde für die Wissenschaft genau ins Visier zu nehmen. Die Abkürzung steht für "Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer". Eigentlich hätte Goce bereits im Oktober seine Reise antreten sollen. Wartungsarbeiten an der russischen Trägerrakete vom Typ Rockot verzögerten jedoch die Expedition. Der rund fünf Meter lange und eine Tonne schwere Satellit wird eine Umlaufbahn in nur 250 Kilometern Höhe einnehmen, um das Aufnehmen starker Schwerkraftsignale zu gewährleisten. Mit Hilfe von Goce soll erstmals auch die Oberflächenzirkulation der Weltmeere erfasst werden.

DPA


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