HOME

Neue Ares-Rakete: 300 Millionen Euro teurer Testflug

Sie ist das Herzstück der ehrgeizigen Mond- und Marspläne: Die Ares-1-X-Testrakete der Weltraumbehörde Nasa soll heute vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben. Doch selbst wenn der Start klappt, stehen die Sterne ungünstig für die neue Rakete.

Countdown für einen spannenden Probeflug: Heute um 13 Uhr Mitteleuropäischer Zeit soll die 100 Meter hohe Ares-1-X-Testrakete der Nasa vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben. Während den Nasa-Wissenschaftlern zufolge dem Start aus technischer Sicht nichts mehr im Wege steht, könnte das Wetter den Zeitplan durcheinanderbringen.

Die Ares-1-X soll ungefähr 40 Kilometer weit fliegen und dann in den Atlantik stürzen. Auf der kurzen Reise sollen 700 Sensoren an Bord Daten zu den Nasa-Ingenieuren in Cape Canaveral schicken. So erhoffen sich die Konstrukteure erste Hinweise darauf, wie sicher und stabil die Ares-Rakete ist. Der Test wird umgerechnet etwa 300 Millionen Euro kosten.

Zu teuer, zu ehrgeizig

Die Ares-Rakete ist eine Kernkomponente des Constellation-Programms der Nasa. Nach den Plänen der US-Raumfahrtbehörde sollen mit ihrer Hilfe ab 2016 Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS befördert werden. Die Rakete soll die neuen Raumkapseln vom Typ "Orion" ins All bringen, die die alternde Shuttle-Flotte ersetzen sollen. In der Zwischenzeit sind ISS-Besucher auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen. Ares-Raketen gelten auch als "Säulen" bei den Nasa-Plänen für eine Rückkehr zum Mond und eine mögliche künftige bemannte Mars-Mission.

Allerdings ist offen, ob diese Vorhaben jemals in die Tat umgesetzt werden. Eine von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Kommission zur Prüfung aller laufenden und geplanten Programme ist kürzlich zum Schluss gekommen, dass sich die Nasa die ehrgeizigen Projekte nicht leisten kann. Obama hat über die Zukunft der Programme noch nicht entschieden. Der US-Präsident und seine Berater tendieren jedoch eher dazu, die Entwicklung der neuen "Ares"-Rakete auf Eis zu legen. Die Nasa hofft, mit einem erfolgreichen Testflug ihr Constellation-Projekt vor dem Rotstift zu bewahren.

Um drei Startfenster vom 27. bis zum 29. Oktober zu sichern, wurde der ursprünglich für den 12. November geplante nächste Flug des Shuttle "Atlantis" verschoben. Die Raumfähre wird nun frühestens am 16. November zur ISS aufbrechen.

DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.