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Reparatur von "Hubble": "Atlantis" nach Start leicht beschädigt

Beim Start der US-Raumfähre "Atlantis" sind vier Hitzekacheln des Wärmeschilds beschädigt worden. Die US-Weltraumbehörde Nasa bezeichnete die Schäden jedoch als gering, das Shuttle setzte daher seinen Flug zum Weltraumteleskop "Hubble" wie geplant fort. Heute soll es dort ankommen.

Vier Hitzekacheln des Wärmeschilds unterhalb des rechten Flügels der "Atlantis" seien höchstwahrscheinlich beim Start leicht beschädigt worden, teilte die Nasa mit. Die Astronauten der Raumfähre hätten bei einer zehnstündigen Untersuchung mit Hilfe von Kameras die Einkerbungen im Hitzeschutzschild entdeckt. Die Nasa ist allerdings nicht weiter besorgt über den geringen Schaden.

"An anderen Stellen wären die Schäden gefährlicher gewesen", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Weltraumbehörde. Die Einbuchtungen seien zudem relativ klein und oberflächlich. Die Nasa vermutete, dass die "Atlantis" 103 Sekunden nach dem Start ins All beschädigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt registrierte ein Sensor am rechten Flügel einen Einschlag. Noch ist allerdings völlig unklar, was für ein Objekt den Schaden verursacht haben könnte.

Die sieben Astronauten wollen dann am Donnerstag mit den Arbeiten zur Reparatur des 19 Jahre alten Teleskops beginnen. Um neue Kameras zu installieren und wissenschaftliche Instrumente zu ersetzen, sind fünf Einsätze im All erforderlich. Hat das Shuttle mit seiner siebenköpfigen Besatzung das Observatorium erreicht, soll es vom Roboterarm der Raumfähre geschnappt und in die Ladebucht der "Atlantis" gehievt werden. Bei insgesamt fünf geplanten Außenbordeinsätzen soll "Hubble" verjüngt und erneuert werden.

Die Mission der "Atlantis" ist die erste zum Weltraumteleskop "Hubble" seit dem "Columbia"-Unglück im Jahr 2003. Die Reise ist riskanter als die zur Internationalen Raumstation ISS, weil in der Umlaufbahn des Teleskops auch Weltraumschrott und kleinere Meteoriten im All schweben. Für die Raumfähre besteht erhöhte Gefahr, davon getroffen zu werden. "Hubble" ist 563 Kilometer von der Erde entfernt, viel weiter als die ISS. Für den Fall, dass die "Atlantis" Probleme bekommen sollte, hat die Nasa erstmals ein besonderes Hilfsprogramm vorbereitet: Die Raumfähre "Endeavour" steht mit einer vierköpfigen Besatzung bereit, um der "Atlantis" notfalls ins All zu folgen und deren Besatzung aufzunehmen.

DPA/AFP/AP

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