Spionagesatelliten zerstört Raketenstart in Japan fehlgeschlagen


In Japan ist eine Rakete mit zwei Satelliten zur Überwachung Nordkoreas wegen technischer Probleme kurz nach dem Start zerstört worden.

In Japan ist eine Rakete mit zwei Satelliten zur Überwachung Nordkoreas wegen technischer Probleme kurz nach dem Start zerstört worden. Die Spionagesatelliten sollten zur Beobachtung nordkoreanischer Militärbewegungen eingesetzt werden. Die genaue Ursache, die zur Zerstörung der Trägerrakete vom Typ H-2A nur zehn Minuten nach dem Start führte, war zunächst unklar. Der Fehlstart bedeutet einen erneuten Rückschlag für das japanische Raumfahrtprogramm. Bereits im November 1999 hatte Japan eine H-2A- Rakete zerstören müssen.

Die in Japan entwickelte Rakete ist das Herzstück des japanischen Raumfahrtprogramms. Ministerpräsident Junichiro Koizumi nannte den Fehlstart "äußerst bedauerlich". Man werde die Ursache "schnell, strickt und vollständig untersuchen". Der Start war zuvor bereits drei Mal wegen technischer Probleme an den Satelliten sowie der Rakete verschoben worden. Die beiden Satelliten sollten mit zwei Spionagesatelliten kombiniert werden, die Japan im März in eine Erumlaufbahn geschickt hatte.

Tokio hatte die Installation von Spionagesatelliten beschlossen, nachdem Nordkorea 1998 eine ballistische Rakete gestartet hatte, die ihre Bahn über Japan hinweg genommen hatte. Pjöngjang behauptet, es habe sich um einen versuchten Satellitenstart gehandelt.


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