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Deutsche Rechtschreibung: Komma da weg!

"Liebe Grüße, Dein Peter" - Bekommen Sie auch immer häufiger Mails mit einem Komma nach der Grußformel? Das darf da nicht hin, erinnert

Lea Wolz

Liebe E-Mail-Schreiber, da die Beweisstücke sicher noch in irgendwelchen Postfächern schlummern, gestehe ich gleich zu Beginn: Ich habe es auch getan. Und ich gebe zu: Ich habe mich von der Quantität überzeugen lassen. Irgendwann tauchte in nahezu jeder Mail ein Komma nach der Grußformel auf. Es stand da, als ob es einfach dahingehören würde. "Mit freundlichen Grüßen" Komma. "Viele Grüße" Komma. Oder "Herzliche Grüße" Komma.

Tausend Rechtschreibreformen haben mich weich gekocht, und ich ging davon aus: Die 1001., die uns das Komma an dieser Stelle beschert haben musste, hatte ich wohl schlichtweg verschlafen. Oder? Schließlich ist dieses Satzzeichen an diesem Platz weltmännisch, denn in englischsprachigen Mails kommt es ja auch vor: "Best regards, Tom" oder einfach nur "Best, Tom".

Das Problem: Mit Kommaregeln, die in Übersee stimmen, kann man hierzulande ganz schön untergehen. Denn [bedeutungsschwangerer Gedankenstrich] und das muss nun einfach mal gesagt werden: Das Komma kommt da im Deutschen nicht hin. Ausrufezeichen!

Wer's nicht glaubt, kann mal den Duden (Band 9, Richtiges und gutes Deutsch, 6. Auflage, S. 193, Stichwort "Brief") aufschlagen. Dort heißt es: "Die Grußformel [...] steht ohne Komma…" Oder er googelt einfach mal "Komma nach Grußformel" und siehe da: Die Diskussion ums Komma wird dort mitunter ohne Punkt und Komma, aber mit eindeutiger Empfehlung geführt - und das schon seit Jahren.

Wer jetzt in einen kommatösen Zustand zu fallen droht, dem sei zum Trost gesagt: Die Kommaabhängigkeit an dieser Stelle lässt sich langsam ausschleichen. Ich zum Beispiel bin in jeder zweiten Mail auf das Ausrufezeichen beim Abschiedsgruß umgestiegen. Als Ersatzhandlung, aber auch, damit die Grußformel erst einmal nicht ganz so nackt da steht und völlig ungehalten in den leeren Raum zu stürzen droht. Sieht zudem dynamisch aus, finde ich.

Und bevor jetzt die ersten schon zur Feder greifen. Ich weiß, was der Duden dazu sagt. Doch ich habe mich entschlossen, den Entzug sanft zu gestalten und den Duden an dieser Stelle noch eine Weile zu ignorieren. Punkt.

Viele Grüße!
Lea Wolz

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.