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Bulldogge Marlon 2: Erster geklonter Hund in Deutschland: Paar darf sein Tier mit nach Hause nehmen

Simone und Sven J. aus Dresden verloren ihren heißgeliebten Hund Marlon. Sie entschieden sich, ihn in Südkorea klonen zu lassen. Sieben Monate warteten die beiden Dresdner auf den jungen Klon-Hund – jetzt durfte Marlon 2 nach Hause.

Der geklonte Hund Marlon 2 ist eine solche Bulldogge (Symbolfoto)

Der geklonte Hund Marlon 2 ist eine solche Bulldogge (Symbolfoto)

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Im Sommer 2018 starb Marlon. Marlon war eine Englische Bulldogge, weiß mit karamellfarbenen Flecken. Er war das heißgeliebte Haustier des Ehepaars Simone und Sven J. aus Dresden, das mit dem Tod des Hundes – völlig unerwartet bei einer eigentlich harmlosen Routine-Operation – nicht umgehen konnte und wollte. Er war nur vier Jahre alt geworden. Sie entschieden sich für eine Aktion, die in Deutschland nicht legal ist: Sie wollten ihren Marlon klonen lassen.

Möglich ist das, im Gegensatz zur Bundesrepublik, in Südkorea. Deshalb ließen sich die beiden vom Tierarzt Gewebeproben ihres verstorbenen Hundes geben und reisten mit diesen nach Asien. In Seoul beauftragten Simone und Sven die Klinik "Sooam Biotech" in Seoul damit, ihren Marlon "naturgetreu" wieder auferstehen zu lassen. Rund 90.000 Euro soll dieses Projekt das Paar gekostet haben, berichtet RTL News. Marlon 2 ist der erste geklonte Hund, der in Deutschland aufwachsen wird.

Das lange Warten auf die Flugerlaubnis

Das Klonen glückte, im Herbst 2018 kam der kleine Marlon 2 auf die Welt, ausgetragen von einer vierbeinigen Leihmutter. Bei ihr wuchs er auch auf. Im Dezember konnten Simone und Sven ihren kleinen Schatz in Seoul besuchen und zum ersten Mal in die Arme schließen. Mit nach Hause durfte das Bulldoggen-Baby aber noch nicht, denn die Erlaubnis für den langen Flug sollte er erst mit sieben Monaten bekommen.

Jetzt ist die Wartezeit für Hund und Familie aber vorbei: Der kleine Klon-Hund trat die weite Reise an und traf am Flughafen Frankfurt endlich endgültig auf seine Besitzer, die ihn überglücklich mit nach Hause nach Dresden nahmen.

Jetzt durfte Marlon 2 nach Hause

Für Simone und Sven ist das Experiment offenbar rundum zufriedenstellend ausgegangen – hoffentlich auch für den kleinen Marlon 2. Doch es gibt gute Gründe, warum das Klonen von Haustieren in Deutschland nicht gestattet ist – und von Tierschutzverbänden sogar scharf verurteilt wird. Beim Versuch des Klonens kann es nämlich zu zahlreichen gescheiterten Versuchen kommen: Tierbabys werden tot oder deformiert geboren, sterben früh oder sind sehr kränklich. Auch die Tiere, die erst "erfolgreiche" Klon-Geburten sind, sterben oft deutlich früher als normal gezeugte Artgenossen.

Da bleibt zu hoffen, dass Marlon 2 noch lange gesund und munter bleibt und mit seinen Menschen-Eltern ein glückliches Hundeleben führen kann. Für alle, die keine 90.000 Euro übrig haben oder dem Klonen skeptisch gegenüberstehen: Auch in den Tierheimen warten sehr, sehr süße Tiere auf neue Besitzer!

Quelle: RTL / "Bild"

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