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Kultureller Austausch in der Steinzeit: Was der Neandertaler vom Homo sapiens lernte

Nach einer neuen Studie konnten Neandertaler auch anspruchsvolle Werkzeuge und Schmuckstücke herstellen. Ihre Lehrmeister waren die modernen Menschen.

Der moderne Mensch hat dem #Link;http://www.stern.de/wissen/mensch/neandertaler-90255732t.html;Neandertaler# nach Erkenntnissen internationaler Forscher in Sachen Handwerkskunst auf die Sprünge geholfen. Nach Meinung der Wissenschaftler unter Leitung von Jean-Jaques Hublin vom Leipziger #Link;http://www.stern.de/reise/service/max-planck-institut-fuer-evolutionaere-anthropologie-91106928t.html;Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie# standen #Link;http://www.stern.de/wissen/mensch/homo-sapiens-91286719t.html;Homo sapiens# und Neandertaler vor etwa 40.000 Jahren im kulturellen Austausch. Vor 50.000 bis 40.000 Jahre verdrängte dann der moderne Mensch den Neandertaler.

Die Experten glauben, dass es die Neandertaler waren, die anspruchsvolle Werkzeuge und Körperschmuck aus der archäologischen Kultur des Châtelperronien (CP) gefertigt haben, dies berichten sie in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Über die Frage, ob Neandertaler oder moderne Menschen die aus dieser Kulturstufe in Frankreich bei Châtelperron gefundenen Gegenstände geschaffen haben, wird unter Experten schon lange gestritten. Die Kulturstufe Châtelperronien ist eine sogenannte Übergangsindustrie. Sie lag am Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum. Unstrittig ist, dass die Vorgängerstufe, das Moustérien mit seinen Steinwerkzeugen, zu den Neandertalern gehört. Die nachfolgende Stufe Aurignacien wird modernen Menschen zugeordnet.

Urheber der Gegenstände war umstritten

Über die Frage, ob Neandertaler oder moderne Menschen die aus dieser Kulturstufe in Frankreich bei Châtelperron gefundenen Gegenstände geschaffen haben, wird unter Experten schon lange gestritten. Die Kulturstufe Châtelperronien ist eine sogenannte Übergangsindustrie. Sie lag am Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum. Unstrittig ist, dass die Vorgängerstufe, das Moustérien mit seinen Steinwerkzeugen, zu den Neandertalern gehört. Die nachfolgende Stufe Aurignacien wird modernen Menschen zugeordnet.

Was aber ist mit dem Châtelperronien? Bisher konnten die Schöpfer nicht eindeutig identifiziert werden. Daher untersuchte Hublin mit seinem Team 40 gut erhaltene Knochenproben aus der französischen Grotte du Renne, wo CP-Materialien enthalten waren, sowie ein Neandertaler-Skelett. "Leipziger Wissenschaftler nutzen die modernsten Techniken zur Radiokohlenstoff (14C)-Datierung von Knochen", betonte Hublin.

Neandertaler-Knochen lieferten den Hinweis

Die Experten extrahierten Kollagen aus den Knochenproben, dessen Alter sie mittels Isotopenmessung bestimmten. Ein Beschleuniger-Massenspektrometer lieferte präzise Daten. Das Ergebnis: Das Neandertaler-Skelett passt mit seinem Alter von etwa 41.500 Jahren in die zu Ende gehende Zeitperiode des Châtelperronien. Das Team sieht darin die Bestätigung, dass die Neandertaler die anspruchsvollen Gegenstände in der CP-Kultur geschaffen haben.

"Aufgrund der Datierungsergebnisse gehen wir davon aus, dass Neandertaler komplexe Knochenwerkzeuge und Schmuck erst produzierten, nachdem moderne Menschen diese neuen Verhaltensweisen in Westeuropa eingeführt hatten", erklärte Hublin. Daher halten es die Forscher für wahrscheinlich, dass die Gruppen in kulturellem Austausch standen.

ger/DPA / DPA
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?