USA Hirntote Frau soll Kind zur Welt bringen


Sollte das Kind von Susan Torres gesund zur Welt kommen, wird es seine Mutter nie kennen lernen. Die schwangere Amerikanerin liegt seit dem 7. Mai im Krankenhaus. Diagnose: Hirntod. Das Kind soll dennoch zur Welt gebracht werden.

Eine hirntote Frau in Arlington (US- Bundesstaat Virginia) soll noch Monate künstlich am Leben erhalten werden, damit sie ein gesundes Kind zur Welt bringen kann. Die 26 Jahre alte Susan Torres war US-Medienberichten vom Donnerstag zufolge am 7. Mai mit einer plötzlichen, schweren Gehirnblutung ins Krankenhaus gebracht worden. Die krebskranke Frau war damals im vierten Monat schwanger.

"Meine Frau würde für das Kind durch die Hölle gehen"

Den Ärzten sei es nicht gelungen, sie zu retten. Sie hoffen aber, dass das Kind gesund zur Welt kommen kann. Das Herz der Frau sei kräftig, sie werde künstlich beatmet und ernährt. Die größte Gefahr gebe es durch mögliche Infektionen. Mindestens bis zur 27. Woche wollen die Mediziner warten, bis sie die Geburt einleiten, berichtete die "Washington Times". Ehemann Jason Torres sagte, er sei sich sicher, dass "meine Frau durch die Hölle gehen würde, um das Kind zu retten". Das Paar hat bereits einen zwei Jahre alten Jungen.

Mediziner der Geburtsklinik der Universität Kiel sagten, dass es in einem solchen, recht seltenen Fall auf die Umstände des Todes der Mutter ankommt, ob auch das ungeborene Kind mit zu Schaden kommt. Ein Schockzustand - etwa nach einem Verkehrsunfall - würde meist auch das Kind beeinträchtigen. Eine große Rolle spielten auch die sozialen Umstände, etwa, ob Angehörige eine Art Alltag am Klinikbett simulierten mit Gesprächen und Berührungen. Unter Umständen könnte das Kind im fünften Monat schon lebensfähig sein, allerdings sei eine solche Frühgeburt sehr riskant. Das Kind sollte wenn möglich nicht vor der 30. bis 32. Woche auf die Welt geholt werden, dann habe es eine "echte Chance".

DPA DPA

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