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ARTENSCHUTZ: Erste Samenbank für Elefanten in Thailand eingerichtet

Wegen des Mangels an Elefantenbullen greift unter den Dickhäutern die Inzucht um sich. Gegenmaßnahme zur Erbgutsicherung: eine Samenbank für Dumbos.

In Thailand hat Zeitungsberichten zufolge die weltweit erste Samenbank für Elefanten den Betrieb aufgenommen, um einen gesunden Bestand an Dickhäutern zu sichern. Das letzte Problem, die Spermien trotz Einfrierens über längere Zeit nicht abzutöten, sei gelöst worden, sagte Thailands Vize-Landwirtschaftsminister Prapat Panyachatraksa der Zeitung »The Nation« (Freitagsausgabe).

Verringerung von Inzucht

Durch künstliche Befruchtungen sei es nun möglich, die verbreitete Inzucht unter den Tieren wegen des Mangels an Elefantenbullen zu verringern. Den Angaben zufolge können die Spermien in der Samenbank nördlich von Bangkok bis zu elf Wochen aufbewahrt werden.

Weltweit nur drei Retorten-Elefanten

Nach Prapats Worten wurden bislang weltweit nur drei Mal Dickhäuter durch künstliche Besamung gezeugt, alle in einem britischen Zoo. Eine Elefanten-Schwangerschaft dauert 22 Monate.

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