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Gen-Food: Warnaufkleber für "Gen-Milch" von Müller

Mit dem Warnaufkleber "Gen-Milch: Hände Weg!" haben Greenpeace-Aktivisten in Supermärkten in rund 50 Städten Milchprodukte der Unternehmensgruppe Theo Müller gekennzeichnet.

Mit dem Warnaufkleber "Gen-Milch: Hände Weg!" haben Greenpeace-Aktivisten am Samstag in Supermärkten in rund 50 Städten Milchprodukte der Unternehmensgruppe Theo Müller gekennzeichnet. Als Grund nannten die Umweltschützer, dass bei der Produktion der Marken Müller, Weihenstephan, Sachsenmilch und Loose Milch von Kühen verwendet wird, die genmanipuliertes Tierfutter gefressen haben.

Greenpeace wies darauf hin, dass Zutaten aus Gen-Pflanzen und Gen-Futtermittel nach einer neuen EU-Verordnung umfassend gekennzeichnet sein müssen. Das gelte aber nicht für tierische Produkte wie Milch, Joghurt, Eier oder Fleisch, auch wenn zuvor Gen-Futter im Trog war.

"Müller glaubt, Gen-Soja verfüttern zu können, nur weil die Milch nicht gekennzeichnet werden muss", erklärte Ulrike Brendel von Greenpeace. "Verbraucher können nicht erkennen, dass bei Müller Gen-Milch im Becher ist. Das wollen wir mit unserer Aktion ändern. Heute kann der Verbraucher wählen, ob er Gen-Food kauft oder nicht."

Greenpeace fordert von Müller die Garantie, dass die Kühe kein Gen-Futter mehr erhalten. Der Verzicht auf Gen-Futter sei nicht teuer und im Endpreis für die Verbraucher nicht spürbar. "Wenn Müller behauptet, kein Futter ohne Gen-Pflanzen garantieren zu können, dann ist das eine glatte Lüge", meinte Brendel. Außerdem bräuchten Milchkühe kein Soja: "Sie können einfach mit Raps, Mais, Gras und Heu gefüttert werden. Müller darf die Interessen Verbraucher nicht ignorieren, die große Mehrheit will keine Gentechnik im Essen."