Gletscher Südamerikanische Gletscher schmelzen schneller


Die Eismassen in Südamerika tauen schneller als die in Alaska. Damit tragen sie überproportional zum Anstieg des Meeresspiegels bei.

Die Gletscher schmelzen und erhöhen damit den Meeresspiegel. Dies ist eine Tatsache. Doch Wissenschaftler haben jetzt festgestellt, dass die Gletscher in Patagonien schneller abtauen als die in Alaska. Patagonien ist eine südamerikanische Großlandschaft, die sich über den Süden von Chile und Argentinien erstreckt. Zwischen 1995 und 2000 sind dort die Eisfelder jährlich doppelt so stark geschmolzen wie in den rund 25 Jahren zuvor. Dies berichtet ein Forscherteam aus den USA, Chile und Großbritannien in "Science". Damit trügen die Gletscher Südamerikas überproportional zum Anstieg des Meeresspiegels bei.

Eric Rignot vom California Institute of Technology in Pasadena und seine Kollegen nutzten für ihre Studie die Radardaten von Satelliten, traditionelle Karten und digitale Modelle. Nach Ansicht der Geographen verursacht eine Kombination aus höheren Temperaturen, geringeren Bodenablagerungen und einem verstärkten Abbruch von Eisbergen die beschleunigte Gletscherschmelze in Patagonien.


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