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Mittelmeer Invasion in der Adria: Dieser Schädling bedroht eine beliebte Delikatesse

Sehen Sie im Video: Invasion in der Adria – dieser Schädling bedroht eine beliebte Delikatesse.




Seit Jahrzehnten genießen Touristen den Neretva-Aal in Restaurants in Südkroatien. Aber diese Delikatesse wird bedroht, und das nicht nur auf dem Teller. Denn eine invasive Tierart breitet sich in dem Delta immer weiter aus. Dazu Professor Branko Glamuzina kürzlich in der Nähe von Metkovic: "In den letzten 15 Jahren wurde die blaue Krabbe immer wieder, mehr oder weniger sporadisch, gesichtet. Aber seit 2016 sieht man eine große Anzahl. Und es steigt auch das kommerzielle Interesse an dem Fang. Aber auch die Notwendigkeit, sie zu kontrollieren. Denn sie bringt große Schäden mit sich für örtliche Fische und Schalentiere. Sie sind Allesfresser. Im Jahr 2016 gab es die ersten größeren Fänge. Da haben wir etwa 10.000 bis 20.000 gefangen." Aber auch wenn das zarte Krabbenfleisch für Feinschmecker etwas Besonderes ist, zeigte sich der Hotelbesitzer Pavo Jerkovic nicht allzu erfreut über die Tendenz, dass diese Krabbenart sich immer weiter ausbreitet: "Die Spezies, die in die Mündung des Flusses Neretva eingedrungen ist, macht alles kaputt. Ich hoffe, dass sie, egal wie gut sie sein mag und wie lecker sie ist, niemals Teil unserer Tradition werden wird, weil sie eine fremde Spezies ist." Wahrscheinlich kamen die blauen Krabben mit dem Ballastwasser von Schiffen an diesen Ort in der Adria nördlich von Dubrovnik. Seitdem verdrängen sie die Aale. Denn während vor etwa 50 Jahren jährlich noch rund 150 Tonnen Aale gefangen wurden, sind es zurzeit nur noch zehn Tonnen. Viel machen kann man gegen diese invasive Art vermutlich nicht. Aber aufessen ist ja schon mal ein guter Ansatz.
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Die Blaukrabbe wird zwar im Süden Kroatiens als Delikatesse gehandelt, aber sie verdrängt immer mehr den örtlichen Aal. Der Ursprung der invasiven Art liegt im Atlantik.

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