Natur & Welt Ein Riesenplanet wirft neues Licht auf Entstehung des Universums


Aufregung unter den Astronomen: Die Entdeckung eines riesigen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems wirft neues Licht auf die Entstehung des Universums.

Astronomen haben außerhalb unseres Sonnensystems einen riesigen Planeten entdeckt, der zu neuen Einsichten über die Entstehung des Universums verhelfen könnte. Der 5.600 Lichtjahre entfernte Planet ist mindestens 13 Milliarden Jahre alt. Die bisher gefundenen 107 Planeten außerhalb des Sonnensystems sind etwa so alt wie die Sonne - rund 4,5 Milliarden Jahre.

Gab es auf dem neu entdeckten Planeten Leben?

"Das bedeutet, dass vor 13 Milliarden Jahren Leben entstanden sein könnte und dann ausgestorben ist", sagte der Astronom Alan Boss von der Carnegie Institution in Washington. Vor etwa 13 Milliarden Jahren soll sich auch der Urknall ereignet haben - diese Theorie zur Entstehung des Universums ging bisher davon aus, dass die zur Bildung von Planeten erforderlichen schwereren Elemente wie Kohlenstoff, Silizium und Eisen erst einige Milliarden Jahre nach dem Urknall entstanden sind, während einer kontinuierlichen Abkühlung.

Die Entdeckung des Planeten

Der gasförmige Planet, doppelt so groß wie der Jupiter, umkreist zwei Sterne, einen Pulsar (das ist ein Neutronenstern mit sehr schneller Eigenrotation) und einen Weißen Zwerg, also die Reste eines ausgebrannten Sterns. Die von dem Pulsar ausgehenden Radiowellen brachten die Astronomen auf die Spur von dem neuen Planeten. Es habe dort genügend schwere Metalle gegeben, um dort Planeten ähnlich wie die Erde oder den Mars entstehen zu lassen, sagte der Astronomie-Professor Steinn Sigurdsson von der Pennsylvania State University am Donnerstag auf einer Pressekonferenz der NASA.

Theoretisch könne es dort auch Leben gegeben haben, so der Experte. Nach etwa zehn Milliarden Jahre seien diese Planeten wegen zunehmender Nähe zu ihrem sonnenähnlichen Fixstern wieder zerstört worden, erläutert Sigurdsson. Nur der gasförmige Riesenplanet sei übrig geblieben.

DPA

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