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Naturspektakel: Gletscherdurchbruch in Patagonien

Tausende Touristen haben den Durchbruch des Gletschers Perito Moreno im südargentinischen Patagonien bewundert. Viele zelteten seit Tagen in der Nähe, um den richtigen Augenblick auf keinen Fall zu verpassen.

Mindestens 10.000 Schaulustige haben am Sonntag den spektakulären Durchbruch des Gletschers Perito Moreno in Patagonien in Südargentinien bewundert. Die Eismassen eines der wenigen weltweit noch wachsenden Gletscher hatten sich über Jahre in einen Zufluss des Sees Lago Argentino geschoben und große Wassermassen aufgestaut. Gegen Abend gab die Eiswand unter lautem Donner und Krachen nach, und eine immense Flutwelle ergoss sich in den größten See Argentiniens.

Bereits seit Freitag waren immer größere Teile der gigantischen, bis zu 70 Meter hohen Eisbarriere abgebrochen. Tausende Touristen versuchten, per Flugzeug und auf dem Landweg noch rechtzeitig zu dem seltenen Naturschauspiel zu kommen. Viele Menschen zelteten seit Tagen in der Nähe des Gletschers, um den Augenblick des Durchbruchs auf keinen Fall zu verpassen. Alle Hotelbetten in den kleinen Ortschaften der Umgebung waren belegt.

Zuletzt war das Naturschauspiel 1988 beobachtet worden, als die Eisbarriere mit ohrenbetäubendem Krachen gebrochen war und sich eine immense Flutwelle in den See ergossen hatte. Die Region 2500 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Buenos Aires ist äußerst dünn besiedelt und Ortschaften waren nicht in Gefahr.

DPA / DPA
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