HOME

TANKERUNGLÜCK: Apokalyptisch - der Fall »Amoco Cadiz«

Immer wieder führen Tankerunglücke am Ärmelkanal zu verheerenden Umweltverschmutzungen. So war es auch, als die »Amoco Cadiz« vor der nordwestfranzösischen Küste 1978 auf Grund lief.

»Eine Katastrophe von apokalyptischem Ausmaß.« So und ähnlich lauteten die Schlagzeilen vor knapp 25 Jahren. Bei dem bretonischen Fischerdorf Portsall am Eingang des Ärmelkanals war der unter libanesischer Flagge fahrende Supertanker »Amoco Cadiz« am 16. März 1978 auf Grund gelaufen. Im schweren Seegang scheiterten alle Versuche, das Desaster zu verhindern. 220 000 Tonnen leichtes Rohöl - also nicht Schweröl wie jetzt bei der »Prestige« - flossen ins Meer. Es bildete sich ein Ölteppich groß wie das Saarland. Dennoch sollte die Bretagne Glück im Unglück haben. Der Fall »Amoco Cadiz« zeigt so nebenbei auch, dass sich jede Ölpest von der nächsten unterscheidet.

Ein Nordweststurm der Stärke 10 und bis zu 15 Meter hohe Wellen hoben den manövrierunfähigen Tanker auf den Felsen Men Gaulven vor Portsall. Was dann folgte, ließ die Fischer in den Hafenkneipen von Brest bis Paimpol in Tränen ausbrechen. Insgesamt 360 Küstenkilometer wurden vom auslaufenden Öl verseucht. Schätzungsweise 15 000 Vögel starben, weil ihr Gefieder verklebt war. An einem Tag wurden allein etwa 28 Millionen tote Tiere - Fische, Muscheln, Seeigel, Schnecken - aus dem Meer geborgen. Die Küstenbewohner sahen buchstäblich schwarz.

»Ermordung« der Natur

Die »Ermordung« der Natur, wie es ein wutentbrannter Retter damals formulierte, konnte aber verhindert werden. Dazu trugen Tausende von Helfern bei, darunter etliche Fischer. Sie klaubten 20 000 Tonnen der klebrigen schwarzen Masse mühsam von Felsen und Stränden. Schon 1979 konnte die Bretagne wieder Touristen mit sauberem Sand locken. Zwar fand man noch mehr als ein Jahr nach der schweren Ölpest Fische mit Geschwüren. Schollen fehlten die Schwanzflossen. In einer Bucht mussten 6000 Austern vernichtet werden. Doch seltene Vögel wie der Papageientaucher wurden wieder ausgesetzt. Manche Tierarten traten seitdem sogar vermehrt auf, weil der Öl-Geruch sie magisch anzog.

Vor allem eine günstige Strömung und hohe Wellen verhinderten das Schlimmste für die Küste. Zudem war der Kampf gegen das Öl vor Alaska nach der Havarie der »Exxon Valdez« 1989 mühseliger, weil sich Öl in kälterem Wasser merklich langsamer abbaut. In der Bretagne half der wärmere Golfstrom, das Öl schneller aufzulösen. Diese Ölpest war für die Bretonen jedoch nicht die letzte - 1999 zerbarst der maltesische Tanker »Erika«. 15 000 Tonnen Öl verschmutzten die Atlantikküste.

Im Selbstreinigungsprozess alles beseitigt

Zwei Jahrzehnte nach dem Schiffbruch der »Amoco Cadiz« zog der Wissenschaftler Gilbert Mille aus Marseille Bilanz. Sein Team hatte immer wieder Bodenproben genommen und festgestellt, dass das Meer in einem 13-jährigen Selbstreinigungsprozess alles beseitigt hatte: »Die Bakterien haben praktisch den gesamten Kohlenwasserstoff vertilgt.« 1985, also sieben Jahre nach der Ölpest, war der Bestand an Tieren und Pflanzen so wie vor der Havarie. »Öl ist jedoch nicht gleich Öl, wenn es darum geht, wie schnell es sich abbaut oder verdampft«. So machte auch Gilbert Mille klar, dass keine Ölpest wie die andere ist.

Hanns-Jochen Kaffsack

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(