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Teilverbot von Pestiziden: Europa schützt seine Bienen

Seit Jahren sterben weltweit Bienenvölker. Pestizide in der Landwirtschaft könnten die Insekten töten, vermuten Forscher. Die EU hat sich auf ein Teilverbot von drei gefährlichen Chemikalien geeinigt.

Die EU verbietet zum Schutz der bedrohten Bienen großflächig bestimmte Pflanzenschutzmittel. Vom 1. Dezember an soll der Einsatz von drei umstrittenen Nervengiften für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle untersagt werden. Vertreter der EU-Staaten machten dafür in Brüssel den Weg frei. Die Insekten steuern diese Pflanzen besonders gerne an. Das Teilverbot der sogenannten Neonicotinoide, die für Bienen gefährlich sein könnten, wird auf zunächst zwei Jahre befristet. Umweltschützer begrüßten den Beschluss.

In der Landwirtschaft werden die Pestizide genutzt, um Saatmittel zu beizen. Mais wird so etwa vor dem Schädling Maiswurzelbohrer geschützt. Dies soll den Einsatz von Spritzmitteln reduzieren. Künftig darf die Agrarbranche Samen dieser Pflanzen, die mit den Chemikalien vorbehandelt wurden, weder verkaufen noch aussäen. Die Insektizide dürfen auch nicht in den Boden oder auf die Blätter der Pflanzen gegeben werden. Ausnahmen sollen für Pflanzen gelten, die für Bienen nicht interessant sind, wie etwa Wintergetreide.

Wichtige Bestäuber

Die Pestizide, zu deren Herstellern auch das deutsche Unternehmen Bayer gehört, stehen im Verdacht, das seit langem beobachtete Bienensterben mit zu verursachen. Sie #link;http://www.stern.de/wissen/natur/grosses-bienensterben-pestizide-schaedigen-insekten-1807223.html;schädigen offenbar den Orientierungssinn der Bienen#. Die Insekten sind unerlässlich für die Bestäubung von Pflanzen, mehr als 80 Prozent aller angebauten Pflanzen werden von Insekten bestäubt. Ihr volkswirtschaftlicher Nutzen wird auf jährlich 22 Milliarden Euro geschätzt.

In Deutschland ist die Nutzung von Neonicotinoiden schon seit 2009 beschränkt. Die Nutzung zum Anbau von Mais wurde nach einem Bienensterben verboten und für den Anbau von Raps eingeschränkt.

Bei der Abstimmung sprach sich eine Mehrheit der EU-Staaten für das Teilverbot aus. 15 Staaten - darunter Deutschland - stimmten nach Diplomatenangaben dafür. Da die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit aber verfehlt wurde, liegt die Entscheidung über das Inkraftsetzen nun bei der EU-Kommission. Diese ist autorisiert, das Teilverbot eigenständig umzusetzen, ohne die Mitgliedsstaaten noch einmal fragen zu müssen.

Umweltschützer fordern vollständiges Verbot

EU-Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg bekräftigte, die EU-Kommission werde die Sache in den nächsten Wochen voranbringen. "Ich verspreche, mein Möglichstes zu tun, um die Bienen zu schützen."

Die EU zieht damit die Konsequenzen aus einem Gutachten, das die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) Mitte Januar veröffentlichte. Darin sieht die Efsa ein "hohes, akutes Risiko" für Bienen durch die drei Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Diese werden nun größtenteils untersagt.

Allerdings konnte sich die EU nicht zu dem von Umweltschützern geforderten vollständigen Verbot durchringen. Umweltverbänden gehen die Beschlüsse daher nicht weit genug. Greenpeace forderte, mindestens sieben "Bienen-Killer-Pestizide" der Firmen Syngenta, Bayer, BASF und anderer Hersteller zu verbieten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärte: "Das Verbot war überfällig, reicht aber nicht aus." Alle für Bienen schädliche Pestizide müssten generell vom Markt genommen werden, außerdem müsse die Industrie die Forschung nach Alternativen zu Neonicotinoiden intensivieren. Das Pestizid Aktions-Netzwerk sprach von einer "historischen Entscheidung".

Die Hersteller der Pestizide warnen dagegen schon lange davor, dass das Verbot zu einem deutlichen Rückgang der Ernte führen werde.

lea/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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