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Umstrittenes Forschungsprojekt: Kohlendioxid kommt unter die Erde

Mehr als ein Jahr haben Ingenieure 800 Meter tief gebohrt, jetzt beginnen die Versuche: In Ketzin wird reines Kohlendioxid in die Erde gepresst. Wissenschaftler wollen untersuchen, ob sich das Treibhausgas langfristig unterirdisch speichern lässt. Doch Umweltschützer kritisieren das Verfahren.

Ist es möglich, Kohlendioxid unter der Erde zu speichern, anstatt es in die Atmosphäre zu blasen und damit die Erderwärmung weiter anzufeuern? Unter Federführung des Deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) soll ein europäisches Pilotprojekt klären, ob mit der sogenannten Carbon-Capture-and-Storage-Technologie (CCS) die Stromerzeugung in Kohlekraftwerken klimafreundlicher werden könnte.

Die Versenkung des Kohlendioxids ist nur der zweite Schritt der Technik, denn zunächst muss das Gas während der Verbrennung von Kohle in Kraftwerken abgetrennt und aufgefangen werden. Der Energiekonzern Vattenfall baut derzeit im südbrandenburgischen Industriepark Schwarze Pumpe ein Testkraftwerk mit entsprechender Technik, das er noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen will. Dort soll die Kohle im sogenannten Oxyfuel-Verfahren mit einem Gemisch aus reinem Sauerstoff und Rauchgas verbrannt werden. Das entstehende reine Kohlendioxid wird dann noch während des Brennprozesses gebunden und verflüssigt werden, damit es sich zu einer unterirdischen Lagerstätte abtransportiert lässt.

Transport über weite Strecken nötig

Andere Energiekonzerne experimentieren längst an ähnlichen Techniken. Die Verfahren haben jedoch den Nachteil, dass der bei Braunkohlekraftwerken ohnehin relativ geringe Wirkungsgrad wegen der CO2-Abtrennung weiter sinkt. Im Oxyfuel-Verfahren kommt dazu, dass der nötige reine Sauerstoff erst aufwendig hergestellt werden muss. Auch befinden sich geeignete CO2-Lagerstätten meist nicht in der Nähe der Kraftwerke. Das Gas müsste somit über weite Strecken transportiert werden.

Umweltschützer kritisieren die Idee zur unterirdischen CO2-Speicherung daher. "Eine Lösung gegen die Erderwärmung ist das nicht", sagt Matthias Seiche vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Greenpeace-Expertin Gabriela von Görne ergänzt, dass der Braunkohletagebau trotzdem langfristig die Umwelt zerstöre. Die Brandenburger Grünen kritisieren die in die Technik gesetzten Hoffnungen als "reines Wunschdenken". Landeschef Axel Vogel forderte stattdessen eine Ausstiegsstrategie aus der Braunkohleverstromung.

Auch der Umweltminister ist skeptisch

Selbst Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) weist darauf hin, dass in Deutschland maximal Speicherkapazitäten für eine Kraftwerksgeneration vorhanden sind. Denn die Lagerstätte müsste jahrzehntelang dicht halten, entweichendes Kohlendioxid würde sonst den Effekt zum Klimaschutz zunichtemachen. "Außerdem ist die Technologie frühestens in 15 bis 20 Jahren marktreif", sagt Gabriel. Unsicher sei auch, ob die Bevölkerung eine massenhafte CO2-Speicherung unter ihren Wohnorten akzeptiere. "Bisher ist leider noch niemandem etwas Besseres eingefallen, was man mit dem CO2 tun kann, als es unter der Erde zu speichern", sagt dazu der frühere GFZ-Vorstandsvorsitzende Rolf Emmermann.

Vor Beginn der Bohrungen im Frühjahr 2007 haben Emmermanns Mitarbeiter drei Jahre lang den Untergrund in Ketzin untersucht. Ergebnis: Eine Salzwasserlösung in tiefliegendem porösen Sandstein könnte das Kohlendioxid aufnehmen, eine darüber liegende Tonschicht soll für die Abdichtung nach oben sorgen. Durch eine der Bohrungen sollen in den kommenden zwei Jahren 60.000 Tonnen CO2 in die Erde versenkt werden. Über die beiden anderen Löcher soll mit Sonden untersucht werden, wie sich das Treibhausgas unter den Tiefenbedingungen mit einer Temperatur von 35 Grad und einem Druck von bis zu 80 Bar in den Gesteinsschichten ausbreitet. "Wir müssen überprüfen, ob das Reservoir dicht und sicher ist", erläutert Günter Borm, der das Projekt beim GFZ angeschoben hatte. Er gehe aber davon aus, dass so gut wie nichts aus der Lagerstätte nach oben entweicht. Norwegen allerdings hat im vergangenen Jahr Versuche zur Versenkung des Gases unter den Nordseeboden wegen unkalkulierbarer Risiken abgebrochen. Bei Lagerstätten unter dem Meer besteht die zusätzliche Gefahr, dass entweichendes CO2 das Wasser übersäuern könnte.

Sven Kästner/AP / AP
VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?