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Verendet: Riesentintenfische an spanischer Küste gestrandet

Spanische Wissenschaftler haben innerhalb weniger Tage drei Riesentintenfische an der Nordküste Spaniens geborgen. Der größte von ihnen war elf Meter lang und wog 140 Kilogramm.

Spanische Wissenschaftler haben innerhalb weniger Tage drei Riesentintenfische an der Nordküste Spaniens geborgen. Zwei der an Land geschwemmten Riesenkalmare "Architeuthis dux" waren noch am Leben. Dies gilt nach Presseberichten vom Donnerstag als außergewöhnlich. Bisher waren alle Versuche von Forschern gescheitert, die sagenumwobenen Tintenfische in ihrem natürlichen Lebensraum zu filmen. Die jetzt gefundenen Kalmare verendeten jedoch kurz nach ihrer Entdeckung. Der größte von ihnen war elf Meter lang und wog 140 Kilogramm.

Forschungsschiff für Tod verantwortlich?

Die private Sammelstelle für die Erforschung und den Schutz der Meereslebewesen (CEPESMA) machte die Besatzung des spanischen Forschungsschiffes Hespérides für den Tod der Kopffüßer (Cephalopoden) verantwortlich. Die auf dem Schiff genutzten Druckluftkanonen hätten den Tieren tödliche Verletzungen zugefügt, sagte CEPESMA-Direktor Luis Laria.

Tiere noch wenig erforscht

Die Riesenkalmare leben in den Tiefen der Ozeane und sind die größten wirbellosen Lebewesen der Welt. Sie gehören zu den am wenigsten erforschten Tierarten. Häufiger Nachweis sind Spuren auf Pottwalen, auf deren Haut Saugnapfnarben hinterbleiben können. Biologen unterscheiden die Kalmare mit zehn Armen, darunter zwei Fangarme, von den achtarmigen Kraken.

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