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WALFANGKOMMISSION: Dämpfer für Walfang-Befürworter

Zum Auftakt der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission in Japan haben die Befürworter einer Jagd nach den Säugetieren eine Niederlage erlitten.

Zum Auftakt der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission in Japan haben die Befürworter einer Jagd nach den Säugetieren eine Niederlage erlitten.

Die Kommission lehnte es ab, Island wieder die volle Mitgliedschaft einzuräumen. Mit der Aufnahme der Insel hätte sich das Kräfteverhältnis in der Organisation zu Gunsten der Befürworter des Walfangs verschoben. Die Organisation berät noch bis Freitag in der Stadt Shimonoseki über das Für und Wider des Walfangs, für den seit 1986 ein Moratorium gilt. Insbesondere Japan bemüht sich, den kommerziellen Walfang wieder zu erlauben.

Island bleibt draußen

25 Mitglieder der Organisation stimmten dagegen, Island wieder die volle Mitgliedschaft einzuräumen, während 20 dies befürworteten. Drei Staaten enthielten sich der Stimme. Aus Protest gegen die Anti-Walfanghaltung war Island vor Jahren aus der Organisation ausgetreten und hat derzeit lediglich einen Beobachterstatus inne. Island hatte am Sonntag erklärt, es habe weiter Vorbehalte gegen das Moratorium. Beobachter berichteten, Island habe jedoch erklärt, nicht sofort mit dem kommerziellen Walfang wieder beginnen zu wollen.

Die Internationale Walfangkommission wurde von 56 Jahren gegründet und umfasst heute 48 Staaten. Die Gegner des Walfangs werden von den USA angeführt. Japan fängt Wale nach eigenen Angaben zu Forschungszwecken und bemüht sich um eine Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs. Es begründet seine Haltung damit, das Wale die Fischbestände gefährdeten. Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace werfen Japan vor, unter dem Deckmantel der Forschung bereits jetzt kommerziellen Walfang zu betreiben. Umweltschützer befürchten, dass die Meeressäugetiere aussterben könnten.